Für einmal eine gute Neuigkeit aus der Wiler Flanierzone: Mit der Valiant Bank siedelt sich nach Acrevis, Credit Suisse, Migrosbank, Raiffeisen, St. Galler Kantonalbank und UBS ein siebtes Finanzinstitut in Wil an. Es handelt sich um einen Schweizer Finanzdienstleiter, der ausschliesslich hierzulande tätig ist und Privatkunden sowie KMU betreut. Die Wurzeln der Valiant Bank sind in Bern. In der Zwischenzeit sind Filialen zwischen Genfersee und der Ostschweiz dazugekommen. Die Niederlassung in Wil ist die 94. im Land. Nachdem vor zehn Tagen eine Filiale an der Marktgasse in St. Gallen eröffnet worden ist, kommt am kommenden Montag in Wil eine zweite in der Ostschweiz dazu. Bereits beschlossene Sache ist, dass die Bank schon bald auch in Rapperswil und Frauenfeld präsent sein wird.

Interessant: Valiant siedelt sich zuerst in Wil an und nimmt erst danach die Bankenstadt Zürich ins Visier. Warum? «Valiant hat die DNA von eher kleineren Städten wie Wil, St. Gallen oder Rapperswil. Wir gehen aktuell in den Ostschweizer Markt, um zu sehen, ob das funktioniert. Wir glauben fest daran. Danach ist dann der Schritt Richtung Zürich geplant», sagt Adeline Düing, Regionenleiterin und Direktionsmitglied der Valiant Bank. Doch verträgt es in Wil wirklich eine siebte Bank? Darauf antwortet Adeline Düing im untenstehenden Video-Interview.

 
«Eine Expansion Ostschweiz ohne Wil geht nicht», sagt Valiant-Regionenleiterin Adeline Düing im hallowil.ch-Interview.

Empfang per Bildschirm

Fünf Mitarbeiter wird Valiant in Wil vorerst beschäftigen, ab Januar sechs. Die Bank befindet sich an der Oberen Bahnhofstrasse 27 – also dort, wo der Sportkeller war. Die Bauzeit der neuesten Filiale betrug fünf Monate. Die Fläche umspannt lediglich 190 Quadratmeter. Das hat mit dem Konzept der Bank zu tun, bei der vieles elektronisch läuft. So werden die Kunden beim Empfang per Bildschirm von einem Mitarbeiter angesprochen, der in einem der beiden Call Center in Biel oder Gümligen sitzt. Zudem gibt es Beratungsräume, eine Bancomatenzone und einen Selbstbedienungsraum. Ein klassischer Bankschalter existiert nicht. Eine Sparmassnahme? «Nein. Wir eröffnen ja in Wil und schliessen nicht. Die Flexibilität wird dadurch erhöht. Auch für die Kunden, die von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr durchgehend bedient werden. Die Berater sind in Wil in den Büros am Arbeiten und der Video-Empfang kann sie auch holen», sagt Adeline Düing.

Dia Valiant-Bank ist mittlerweile in 13 Kantonen des Landes präsent und hat eine Bilanzsumme von 28,8 Milliarden Franken, was laut eigenen Angaben zu vergleichen ist mit jener der St. Galler Kantonalbank. Beschäftigt werden schweizweit über 1000 Mitarbeiter – davon 80 Auszubildende. Valiant ist nicht zu verwechseln mit dem Heizungshersteller Vaillant, der dem Eishockeystadion des HC Davon den Namen gibt.

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Bei den Beratungsgesprächen können auch Spezialisten per Bildschirm zugeschaltet werden. (Bild: pd)


Migros Bank ab 13. Dezember im Freihof

Neuigkeiten gibt es auch von der Migros Bank. Diese verlässt ihren Standort an der Oberen Bahnhofstrasse und mietet sich rund 100 Meter entfernt an der Bronschhoferstrasse 2a im Freihof-Gebäude ein. Auf einer Fläche von 510 Quadratmetern wird das Erd- und Untergeschoss bezogen. «Der neue Standort bietet grosszügige Platzverhältnisse für eine noch persönlichere Kundenbetreuung», sagt Migros-Bank-Sprecher Urs Aeberli auf Anfrage von hallowil.ch. Das gesamte bisherige elfköpfige Team unter der Leitung von Niederlassungsleiter Daniele Marino wird weiterbeschäftigt und zieht an den neuen Standort um. Noch ist der Umbau nicht abgeschlossen. Die Neueröffnung wird am 13. Dezember erfolgen.

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Noch wird umgebaut: Die Migros Bank zieht in einem Monat im neuen Standort beim Schwanen-Kreisel ein.