Die neue Weihnachtsbeflaggung fällt sofort auf. Insgesamt zehn Flaggen wurden entlang der Bahnhofstrasse aufgehängt, und auf jeder prangt ein neuer Weihnachtswunsch. Es sind klassische Schlagwörter, die rund um die Weihnachtszeit immer wieder zu hören sind. Kombiniert sind diese mit einer modernen Gestaltung, bei der auf abstrakte und trotzdem altbekannte Weihnachtssymbole zurückgegriffen wurde. Es ist ein Zusammenspiel der Gegensätze.

Lanciert wurde die weihnachtliche Strassendekoration vom Geschäftszentrum Uzwil (GZU). Dass der Verein für die Weihnachtsdekoration verantwortlich ist, hat einen geschichtlichen Hintergrund. Schon vor Jahrzehnten machte sich das GZU stark für eine Weihnachtsbeleuchtung. Als es um die Umsetzung ging, nahmen die Verantwortlichen die Zügel gleich selbst in die Hand. Um dies zu finanzieren, wurde der Herbstmarkt Uzwil ins Leben gerufen. Und dies hat bekanntermassen bis heute, über vierzig Jahre später, immer noch Bestand.

Doch in diesem Jahr bleibt die traditionelle Sternenbeleuchtung dunkel. Die angespannte Stromlage ist in aller Munde, da galt es eine Vernunftslösung zu finden, wie GZU-Präsidentin Jrène Chiavi sagt. Auch aus Solidarität war rasch klar, dass man in Uzwil auf die Weihnachtsbeleuchtung verzichten wird. Aber nicht auf die Weihnachtsdekoration. Deshalb entschied sich das GZU für die Beflaggung der Bahnhofstrasse und sorgt so für Weihnachtsstimmung – einfach mal anders.

Dazu wird am Sonntag, 11. Dezember 2022, endlich der erste «Glüehwii-Sunntig» auf dem Lindenring stattfinden. Dieser musste in den letzten zwei Jahren coronabedingt abgesagt werden, umso mehr freut sich das GZU auf die Premiere mit Glühwein, Foodständen, Christbaumverkauf und Kerzenziehen für Kinder.