Der Flawiler Preis wird seit 2010 und heuer zum zwölften Mal verliehen. Als Trägerinnen des diesjährigen Preises wurden Aline Höpli und Sarah Zoller auserwählt, heisst es im aktuellen «Flade-Blatt». Die beiden Skirennfahrerinnen erhalten die Auszeichnung für ihre sportlichen Leistungen und vor allem für ihre Mitgliedschaft im C-Kader von Swiss-Ski.

In Flawil aufgewachsen

Aline Höpli und Sarah Zoller sind beide in Flawil aufgewachsen. Die beiden verbindet seit jungen Jahren das Skifahren. Im Skiclub Gossau sind sie gross geworden. Heute sind beide Mitglied des Swiss-Ski-Teams. Obwohl beide dem C-Kader angehören, hätte der bisherige Karriereweg nicht unterschiedlicher verlaufen können. Aline Höpli hat den grössten Teil ihrer Kindheit und Jugend in der Flawiler Egg verbracht. Sie hat sich für eine Sportlerlehre entschieden. Sie absolvierte nach der zweijährigen Schulzeit an der United School of Sports eine zweijährige kaufmännische Ausbildung bei der Gemeinde Flawil.

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Die Flawiler Nachwuchssportlerinnen Aline Höpli und Sarah Zoller (Foto: pd).

Sarah Zoller entschied sich bereits im Sommer 2016 für das Sportgymnasium in Davos und war somit die meiste Zeit weg von ihrem Zuhause in der Burgau. 2018 wurde Sarah Zoller mit dem «St. Galler Sportpreis» ausgzeichnet.  Mit der Aufnahme ins C-Kader haben die beiden Flawiler Skirennfahrerinnen einen ersten grossen Karrieresprung geschafft und konzentrieren sich nun auf ihren Sport, wobei Sarah Zoller kürzlich ein Fernstudium im Bereich Sportmanagement begonnen hat.

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Sarah Zoller an der Preisverleihung zum St. Galler Sportpreis 2018 (Archivbild).


Drei Kreuzbandrisse innert vier Jahren

Die Karriere der 20-jährigen Aline Höpli wurde immer wieder gebremst. Innerhalb von vier Jahren zog sie sich drei Kreuzbandrisse zu und musste sich zuletzt im März 2021 einer Meniskus-Operation unterziehen. Trotzdem blieb das Skirennfahren ihre Leidenschaft. «Auch wenn es nach den Verletzungen anfangs mental nicht ganz einfach war, aufhören war nie ein Thema.» Die Verletzungen zog sie sich immer im Riesenslalom zu. Deshalb konzentriert sich Aline Höpli nun vorerst auf den Slalom. Danach schaut sie weiter. Die Rückkehr nach der jüngsten Verletzung sei nach Plan verlaufen, sagt Aline Höpli, die U18- (Kombination) und U16-Schweizermeisterin (Super G, Slalom, Riesenslalom) sowie Top-30-Fahrerin im Europacup. «Und jetzt bin ich bereit, Mitte November in die neue Saison einzusteigen.»

Erster Sieg in einem FIS-Rennen

Sarah Zoller blieb bis anhin glücklicherweise von solch gravierenden Verletzungen verschont. Die 19-Jährige hat schon für den einen oder anderen Eintrag in die Siegerinnen-Listen gesorgt. Sie war zweifache U16-Schweizermeisterin im Jahr 2018 und hat im Vorjahr den nationalen U18-Titel im Slalom gewonnen. International machte sie mit Podestplätzen bei den hoch angesehenen Nachwuchsrennen in Italien (Topolino/2016) und Kanada (Whistler-Cup/2018) auf sich aufmerksam. Und am 26. Februar dieses Jahres konnte sie in Malbun ihren ersten Sieg in einem FIS-Rennen feiern. Die Vorbereitung auf die Saison 2021/22 begann für Sarah Zoller im Sommer mit Konditionstrainings in Magglingen und zu Hause. Danach folgten Gletschertrainings in Zermatt und Saas-Fee. Ab Anfang Oktober trainierte sie auf der Diavolezza.

«Eine schöne Anerkennung»

Dass sie den Flawiler Preis 2021 erhalten, darüber freuen sich Aline Höpli und Sarah Zoller sehr. «Es ist eine Ehre und eine schöne Anerkennung für meine Leistungen im Skirennsport sowie eine Belohnung für meinen grossen Einsatz », sagt Sarah Zoller. «Ich fühle mich geehrt, dass ich mit diesem Preis ausgezeichnet werde», sagt Aline Höpli.