Ein von André Aubert unterzeichnetes Flugblatt erreichte anfangs Woche Haushalte in Jonschwil und Schwarzenbach. Darin macht der Verfasser seinem Unmut gegenüber dem Gemeindepräsidenten, Stefan Frei, Luft. «Diktatur in Jonschwil-Schwarzenbach.», steht gross als Titel. Darunter beschwert sich Aubert über eine Bauland-Einzonung in Jonschwil und Schwarzenbach. In der Mitte des Flugblattes fordert er die Bevölkerung auf, den Stimmzettel am Sonntag, 27. September leer zu lassen. «Wir können uns jetzt bei den Wahlen beFREIen!», ist auf dem Flugblatt zu lesen.

Das stimmt aber nicht ganz. Denn am Sonntag tritt niemand gegen Stefan Frei an. Es gibt keinen Gegenkandidaten. Das leere Feld auf den Wahlunterlagen dürfte also mit grösster Wahrscheinlichkeit mehr Denkzettel an den Gemeindepräsident sein als etwas anderes.

«Herr Aubert hat etwas falsch verstanden»

Auf Anfrage von hallowil.ch nimmt Frei Stellung zum Flugblatt. «Herr Aubert hat da leider etwas falsch verstanden. Erstens geht es nicht um eine Einzonung, sondern um ein Raumkonzept. Und zweitens wird dieses vom gesamten Gemeinderat beschlossen und nicht von mir allein.», sagt Stefan Frei. Es habe einige Infoabende gegeben, bei welchen die Bürger dazu eingeladen waren, sich in dieser Thematik zu äussern. Laut Stefan Frei sei André Aubert aber nie an so einer Veranstaltung gewesen. «Das ist ganz klar keine Diktatur.», sagt Frei. Da es sich aus seiner Sicht um einen Einzelfall handelt, geht das Gemeindeoberhaupt trotz des Flugblattes mit einem guten Gefühl in den Wahlsonntag.

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Obwohl er in einem Flugblatt scharf kritisiert wird, geht Jonschwils Gemeindepräsident Stefan Frei guten Mutes in den  Wahlsonntag. (Archivbild: Josef Bischof)