Das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau hat den Jahresbericht 2018 des Fluglärmmonitorings Hinterthurgau publiziert. Die Messstation neben einer Wohnzone in Balterswil erfasste im vergangenen Jahr in den Nachtstunden von 22 bis 24 Uhr total 3571 so genannte Fluglärmereignisse. Das sind 666 mehr als im Vorjahr und damit fast gleich viele wie 2016. In der ersten Nachtstunde von 22 bis 23 Uhr wurden deren 2717 erfasst, was einer deutlich Zunahme um über 500 Überflüge entspricht. In der zweiten Nachtstunde von 23 bis 24 Uhr waren es noch 854.

Der Lärmbelastungspegel ist aber nicht gestiegen, weil sich vor allem die Anzahl der leiseren Ereignisse erhöht hat. Die Belastung in der ersten Nachtstunde liegt konstant bei 43 Dezibel, in der zweiten Nachstunde kam es erneut zu einer Entlastung mit neu 38 Dezibel. Dieser Wert wurde letztmals im Jahr 2010 verzeichnet.

Hauptsächlich Swiss-Flüge

Im Fluglärmmonitoring werden auch die Maximalpegel der einzelnen Fluglärmereignisse dokumentiert. In beiden Nachtstunden erreichte nur rund ein Fünftel aller erfassten Überflüge einen Maximalpegel über der «Aufwachschwelle» von 60 Dezibel. In der zweiten Nachtstunde war es 2016 noch die Hälfte gewesen. Das lauteste Fluglärmereignis erzeugte einen Maximalpegel on 79 Dezibel.

In der ersten Nachtstunde werden rund 20 Prozent und in der zweiten Nachtstunde rund 73 Prozent aller Fluglärmgeräusche durch Starts ab Zürich verursacht. In den meisten Fällen handelt es sich um Flüge der Swiss: jeweils mit einer Boeing 777-300ER nach Hongkong und Singapur und einem Airbus A330-300 nach Tel Aviv. (pd)