Die «grüne Welle» in der Gesellschaft und auch in der Politik spielt den Anliegen von «Bürgerprotest Fluglärm Hinterthurgau» zwar in die Hände, dennoch bewegt derzeit vor allem die geplante Luftraum-Absenkung über dem Hinterthurgau die Gemüter. Diese Absenkung hat zum Ziel, die Sport- und Privatfliegerei aus dem Luftraum zu verdrängen. Damit würde der Platz am Himmel frei für An- und Abflüge übereinander. Das bedeute, so der Bürgerprotest, dass eine Kanalisierung nach wie vor angestrebt werde. Damit könnte der Fluglärm wieder zunehmen.

Prominente Unterstützung

Der Bürgerprotest erhält Unterstützung vom Thurgauer FDP-Kantonsrat Guido Grütter. «Wir werden für den Erhalt der Lebensgrundlagen in unserer schönen Region kämpfen!», verspricht dieser denn auch an der Jahresversammlung. Auch Marco Sacchetti, Generalsekretär des Departements Bau und Umwelt, sichert während der Versammlung weiterhin volle Unterstützung zu. Ständerätin Brigitte Häberli erinnerte an die parlamentarischen Möglichkeiten, die es nun zu nutzen gelte. Das Ziel des Bürgerprotest bleibe, die Verlängerung der Piste 28 zu verhindern.

Klimaschutz ist in aller Munde

Die Debatten um C02- und Flugticket-Abgabe im Parlament sowie die «Fridays For Future»-Demonstrationen der Jugend zur Rettung des Klimas befeuern die gesellschaftliche Auseinandersetzung und verankern ein erhöhtes Umweltbewusstsein. So wird heute beispielsweise von «Flugscham» gesprochen. Gemeint ist: Wer (viel) fliegt, muss sich rechtfertigen und soll sich schämen.

(pd)