Die Gemeinde finanziert aus ihrem Energiefonds Förderbeiträge an Private und Unternehmen. Die Nachfrage nach Förderungen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die veränderte Weltlage führt derzeit dazu, dass der Trend hin zur Ablösung fossiler Energieträger kurzfristig deutlich beschleunigt erfolgt. Das ist aus Sicht der Energiewende erfreulich. Die andere Seite: Die Gemeinde setzt für Fördergelder öffentliche Mittel ein. Öffentliche Gelder müssen zielgerichtet eingesetzt werden. Sie sollen eine echte Förderwirkung haben, Mitnahmeeffekte sollen möglichst verhindert werden. Um das sicherzustellen, müssen die Förderungen regelmässig überprüft und angepasst werden, heisst es im aktuellen Mitteilungsblatt. 

Wärmepumpen und Photovoltaik

Im Förderprogramm hat die Gemeinde den Bereich Wärmepumpen grundsätzlich neu geregelt. Seit anfangs 2023 gibt es keine Förderungen mehr für Luft-Wasser-Wärmepumpen. Einerseits, weil die Förderung als Anreiz als nicht mehr erforderlich beurteilt wird und anderseits als Anreiz, über eine Erdsonden-Wärmepumpe nachzudenken. Sie ist wegen der erforderlichen Erdwärmesonde mit finanziell höherem Engagement verbunden. Und für die hohen Kosten der Erdwärmesonde richtet die Gemeinde im angepassten Förderprogramm Fördergelder von 3‘000 Franken aus. Auch der Zubau an Photovoltaik-Anlagen boomt. Entsprechend muss auch hier regelmässig überprüft werden, welches Mass an Förderung noch notwendig ist. Und so hat der Gemeinderat den Fördersatz für die PV-Anlagen zwar unverändert belassen, die maximale Förderung für Gesuche seit anfangs 2023 aber auf 15 kWp beschränkt, bisher waren es 20 kWp.

Mehr als 3 Mio. Franken Förderbeiträge

Seit 2013 investierte die Gemeinde ergänzend zu Förderbeiträgen von Bund und Kanton über 3 Mio. Franken in Förderbeiträge an Private und Unternehmen. Die detaillierten Unterlagen zu allen Förderungen der Gemeinde finden sich auf www.energieagentur-sg.ch/ in der Rubrik e-Förderportal.