Die Förderbeiträge lösten Investitionen von 2.2 Mio. Franken aus. In dieser Zeit wurde der Ersatz von 59 Öl-, Gas- und Elektrowiderstandsheizungen durch Wärmepumpen gefördert, dazu 23 Wärmedämmungen von Einzelbauteilen, 15 Fensterersatze, 3 solarthermische Anlagen, 16 Elektroboiler-Ersatze sowie 31 Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Über die gesamte Nutzungsdauer der unterstützten Projekte resultiert durch die Förderung eine Reduktionswirkung von 29.7 Gigawattstunden Energie und 10’174 Tonnen CO2, heisst es im aktuellen Mitteilungsblatt. Die eingesparte oder produzierte Energie durch die geförderten Projekte entspricht der Strommenge von etwa 250 Haushaltungen während 30 Jahren. Daneben wurde auch der Bau von PV-Anlagen direkt durch die EVO gefördert.

Fördergelder gerecht verteilen

Eine der grössten Herausforderungen für die Aktivitäten der Gemeinde in Richtung Energiewende ist das Geld. Wegen der hohen Nachfrage nach Förderbeiträgen war im vergangenen Jahr und ist in diesem Jahr das Budget bereits Mitte Jahr aufgebraucht und die Gesuchsteller landen auf einer Warteliste. Da der Energiefonds derzeit noch Reserven aufweist, konnten in beiden Fällen Nachtragskredite gesprochen werden. Dies soll aber nicht der Normalfall werden, so der Gemeinderat. Deshalb sieht er vor, künftig Fr. 150’000 ins Budget für private Förderbeiträge aufzunehmen. Zusätzlich werden aber auch die Förderbeiträge pro Massnahme reduziert, damit die Gelder unter all den Gesuchstellern gerecht verteilt werden können.

Konkrete Anpassungen per 1. Januar 2023 

• Wärmedämmung von Einzelbauteilen: pro Gebäude Fr. 2’500 bzw. Fr. 5’000 (bisher Fr. 5’000 bzw. Fr. 10’000),

• Ersatz Heizung durch Wärmepumpen: Fr. 1’000 bzw. Fr. 2’000 (bisher Fr. 2’000 bzw. Fr. 3’000)

• Bau von Ladeinfrastrukturen: Fr. 500 (bisher Unterscheidung öffentliche und private Ladestation nach Leistung zwischen Fr. 500 bis Fr. 4’000)

Im Auftrag der Gemeinde übernimmt weiterhin die Energieagentur St. Gallen die Abwicklung und das Controlling der Fördergesuche.