«Der Bank geht es gut», gab Adrian Müller, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Clientis-Bank, unumwunden zu. Das verpflichte sie, auch einen gemeinschaftsfördernden Beitrag zu leisten. Sie mache dies, indem sie neun Sportclubs als Hauptsponsor unterstütze. Vereine, die fast ausschliesslich ehrenamtlich geführt würden. Aus ihnen gingen immer wieder Spitzenathleten hervor. Sechs aus drei Clubs standen in der Folge Red und Antwort.

Post inside
Adrian Müller ist Vorsitzender der Geschäftsleitung der Clientis-Bank Oberuzwil.


Unterschiedlicher Beachtungsgrad

Johannes Gunzenreiner, bekannt unter anderem durch Radioreportagen über Fussball, moderierte das Gespräch mit je zwei Sportgrössen aus dem Badmintonclub Uzwil, aus dem Kunstradfahren Uzwil und aus dem Geräteturnen Uzwil. Dabei ging es ihm darum, die Menschen, die aussergewöhnliche Leistungen erbringen, zu porträtieren, zu zeigen, was sie prägt. Aber auch ihre Motivation zu erfahren, sich in Sportarten mit letztem Einsatz einzubringen, die eher selten im Rampenlicht stehen und in denen nicht das grosse Geld zu verdienen ist.

Post inside
Johannes Gunzenreiner verstand es, mit seinen Fragen, die Menschen hinter den erfolgreichen Sportlern zu zeigen.


Ein Volk von Sportlern

70 Prozent der Schweizer treiben Sport, und zwar in über 250 Sportarten, war von Johannes Gunzenreiner zu erfahren. Beachtet würden aber halt jene Sportarten besonders, in welchen der Kommerz eine grosse Rolle spiele. Ganz wichtig sei aber der Breitensport, der von den zahllosen Vereinen in den Dörfern und Städten getragen werde. Dabei leisteten ehrenamtliche Mitarbeiter und Eltern einen unschätzbaren Einsatz. Der Sport biete eine gute Grundlage, die Willenskraft und die Selbstkontrolle zu fördern. Gunzenreiner, selber im Lehramt tätig, folgerte daraus, dass der Sport – und auch die Musik – in der Schule einen grösseren Stellenwert haben müsste.

Post inside
Lukas Burri und Fabienne Hammerschmidt, Kunstradfahrer.


Weltmeisterschaft als Ziel

Die beiden Vertreter vom Kunstradfahren Uzwil waren Fabienne Hammerschmidt und Lukas Burri. Fabienne, die von sich sagt, ein zappeliges Kind gewesen zu sein, hat ab dem 7. Lebensjahr im Kunstradfahren eine Möglichkeit gefunden, ihren Bewegungsdrang auszuleben. Lukas wollte eine andere Sportart als seine Kameraden ausüben und wählte statt Fussball Kunstradfahren. 2018 sind beide Vize-Weltmeister geworden. Fabienne studiert Physiotherapie, Lukas hat Automatiker gelernt und arbeitet als Projektleiter. Ihr Ziel, Weltmeister zu werden, setzt voraus, dass sie vor Verletzungen verschont bleiben.

Post inside
Ladina Bachofner und Céline Leber, Geräteturnerinnen.


Fasziniert vom Geräteturnen

Während Céline Leber schon mit gut vier Jahren mit Kunstturnen begonnen und dann mit acht Jahren zum Geräteturnen gewechselt hat, ist Ladina Bachofner mit acht Jahren direkt ins Geräteturnen eingestiegen. Die Kantonsschülerin im Maturajahr hat vergangenes Jahr mit dem Team den Schweizermeistertitel erobert. Céline hat schon mehrere gute Ränge an der Schweizermeisterschaft belegt und an der Gymnaestrada in Helsinki teilgenommen. Sie steht vor dem Abschluss als Physiotherapeutin.

Post inside
Seraina Hofstetter, Badmintonspielerin, und Utrosa Iztok Badminton-Cheftrainer. 


Hochkarätiger Badminton-Trainer

Seraina Hofstetter spielt schon zwölf Jahre beim Badmintonclub Uzwil. Sie ist auf diverse Medaillen von den Junioren-Schweizermeisterschaften und auf die Teilnahme am Playoff-Final 2018 stolz. Sie arbeitet als Sachbearbeiterin auf dem Grundbuchamt Uzwil und besucht die Gemeindefachschule. Der zweite Vertreter des BC Uzwil war dessen Cheftrainer Utrosa Iztok. Er konnte auf zwölf slowenische Meistertitel hinweisen und belegt die Nummer 83 auf der Weltrangliste. Erklärtes Ziel ist der Gewinn des Schweizermeistertitels.

Post inside
Aufmerksame Zuhörer verfolgten das Gespräch mit den Sportgrössen.


Gefestigte Persönlichkeiten

Ihren Trainingsaufwand bewältigen die Athleten mit ausserordentlichem Fleiss, aber auch mit  viel Selbstverständlichkeit. Und sie sehen darin auch Lebensqualität. Dass Erfolg sie beflügelt, versteht sich. Aber sie lassen sich auch von Misserfolgen nicht aus der Bahn bringen. Der Sport, das stellten sie übereinstimmend fest, bringe ihnen viel. So dass sie auch bereit sind, viel zu investieren. Und auch mit nicht optimalen Trainingsbedingungen, beispielsweise ungenügenden Benützungsmöglichkeiten von Hallen, fertig werden.