Cédric Noger zeigt den Daumen nach unten. Er meint damit nicht die Organisatoren des Rennens, sondern Frau Holle, die in er Nacht auf Sonntag auch in Garmisch-Partenkirchen die Kissen ordentlich geschüttelt hatte. Rund 30 cm Neuschnee sind im Deutschen Wintersportort gefallen. Obwohl die Organisatoren die ganze Nacht durchgearbeitet hatten, konnte keine renntaugliche Piste präpariert werden. Schon rund drei Stunden vor dem ersten Lauf wurde am Sonntagmorgen die Entscheidung gefällt: Nach der Absage der Abfahrt am Samstag fällt auch der Riesenslalom von Sonntag den Wetterkapriolen zum Opfer

Somit muss Cédric Noger unverrichteter Dinge wieder abreisen. Geplant war, dass er mit der Nummer 47 ins Rennen geht und womöglich zum zweiten Mal in seiner Karriere in einen zweiten Lauf vorstösst. Zu seinem vierten Weltcup-Einsatz kommt der 26-jährige Wiler somit frühestens nach der nun anstehenden Weltmeisterschaft am letzten Februar-Wochenende, wenn im bulgarischen Bansko der nächste Weltcup-Riesenslalom auf dem Programm steht. Ob und wann der Garmisch-"Riesen" nachgetragen wird, ist noch offen. Da es im Europacup gar erst im März weiter geht, wird Noger in den nächsten Wochen FIS-Rennen bestreiten.