Die Aktionärinnen und Aktionäre der Appenzeller Bahnen haben die Fusion am 11. Juni 2021 an ihrer Generalversammlung gutgeheissen. Heute hat auch die 133. Generalversammlung der FWB dem Antrag für die Fusion der Frauenfeld-Wil-Bahn mit den Appenzeller Bahnen mit 99.9 Prozent der vertretenen Aktienstimmen zugestimmt. Der Zusammenschluss wird rückwirkend per 1. Januar 2021 vollzogen. Mit der Heirat der beiden Meterspurbahnen wird die Aktiengesellschaft «Frauenfeld-Wil-Bahn AG» aufgelöst. Für die Fahrgäste ist die Fusion mit den Appenzeller Bahnen mit keinen spürbaren Änderungen verbunden. Die Marke und das Erschei-nungsbild der FWB-Züge und Haltestellen wird vorerst beibehalten. Das fusionierte Unternehmen wird auch künftig für die Marktbearbeitung und die Kontakte zum Kanton Thurgau, zu den Gemeinden und der Bevölkerung verantwortlich bleiben. Alle Mitarbeitenden der Frauenfeld-Wil-Bahn werden durch die Appenzeller Bahnen weiterbeschäftigt.

Mehr Stabilität, weniger Risiken

Bereits seit 2003 werden die Geschäfte der FWB von den AB in einem Mandatsauftrag geführt und eine enge Zusammenarbeit gepflegt. Mit dem weit fortgeschrittenen Modernisierungsprozess und dem definierten Angebot sind alle strategischen Entwicklungsschritte der FWB abgeschlossen. Zeitgleich zu diesen Zielrealisierungen wird der Handlungsspielraum in den Bereichen Angebot, Vertrieb, Tarif und Sortiment für den Verwaltungsrat immer enger. Weitere Ausbaumöglichkeiten sind auf Grund der Unternehmensgrösse beschränkt. Mit dem Zusammenschluss beider Meterspurbahnen erreicht der Verwaltungsrat der FWB eine Risikominimierung und eine Stärkung der Position der Linie Frauenfeld-Wil. Parallele Strukturen werden aufgelöst, der Fokus liegt künftig auf der gemeinsamen Weiterentwicklung des Kerngeschäfts. Mit dem Zusammenschluss werden die Leistungen für die öffentliche Hand vorteilhafter erbracht, was letztlich zu einer finanziellen Entlastung und zu administrativen Vereinfachungen führt. Die FWB ist überzeugt, dass dank diesem Schritt auch in den kommenden Jahren ein stabiler und zuverlässiger öffentlicher Verkehr im Raum Frauenfeld/Wil gewährleistet werden kann.

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Änderungen im Verwaltungsrat

Mit dem Beschluss der letzten durchgeführten Generalversammlung, wird der Verwaltungsrat aufgelöst. Carlo Parolari, ehemaliger Verwaltungsratspräsident der FWB, nimmt als Vizepräsident Einsitz im Verwaltungsrat der Appenzeller Bahnen. Dadurch wird der enge Bezug zum Kanton Thurgau weiterhin gewährleistet. Die Frauenfeld-Wil-Bahn bedankt sich bei allen Verwaltungsräten für den geleisteten Einsatz und das grosse Engagement. Unter der gemeinsamen Führung ist es gelungen, das Unternehmen zu modernisieren und für eine erfolgreiche Zukunft im Markt zu positionieren.

Positives Unternehmensergebnis

Nach einem erfreulichen Start ins Jahr 2020 wurde auch die FWB von der Corona-Pandemie eingeholt. Auf Anordnung des Bundes wurde das Fahrplanangebot reduziert. Die Bevölkerung war angehalten, zu Hause zu bleiben. Dies wirkte sich massgeblich auf das Jahresergebnis aus. Im Vergleich zu 2019 verzeichnete die FWB einen Nachfragerückgang von nahezu 25 Prozent. Es reisten rund 330'000 weniger Fahrgäste mit der FWB. Der Verkehrsertrag nahm gegen-über dem Vorjahr um 19 Prozent ab. Dank sofort eingeleiteter Sparmassnahmen konnte trotz der anspruchsvollen Gegebenheiten ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden. Es resultierte ein Unternehmensgewinn von 415'000 Franken Aufgrund dieses positiven Ergebnisses müssen die FWB die vorgesehenen COVID-Mittel des Bundes nicht beanspruchen.