Seit über 25 Jahren war René König Pächter des Restaurantbetriebs in der Flawiler Badi. Am Ende der vergangenen Badesaison teilte er mit, dass er kürzer treten will. Deshalb wurde eine neue Pächterin oder ein neuer Pächter für das Schwimmbad-Restaurant mit Kiosk gesucht. Der Gemeinderat dankt René König für seine langjährige Arbeit und für die angenehme Zusammenarbeit herzlich.

Öffentlich ausgeschrieben

Das Mietverhältnis für den Restaurantbetrieb im Freibad Böden wurde öffentlich ausgeschrieben. Aus den eingegangenen Bewerbungen wählte der Gemeinderat die Meet Eat & Talk GmbH. Hinter der Gesellschaft stehen Marius Ambühl, David Dudli und Jonathan Bihl. Sie betreiben bereits erfolgreich die Restaurants in den Schwimmbädern Oberuzwil und Horn TG. Mit ihrem Konzept unter dem Motto «Wer aimol bi üs gsi isch, chunt immer wieder» haben sie auch den Gemeinderat Flawil überzeugt.

Rauchfreie Zonen

Ab 2019 gibt es in der Flawiler Badi nicht nur einen neuen Pächter des Restaurantbetriebs. In weiten Teilen wird das Areal des Freibads Böden auch rauchfrei. Das Rauchen wird nur noch in zwei markierten Bereichen gestattet sein (siehe FLADE-Blatt-Ausgabe vom 17. August 2018). Im vergangenen Jahr haben Badegäste unter Besucherinnen und Besuchern eine Meinungsumfrage zur Einführung von rauchfreien Zonen durchgeführt. Mit diesem Stimmungsbild wurde der Gemeinderat eingeladen, die Beschränkung des Rauchens nochmals zu überdenken.

Sport- und Freizeitstätte

Der Gemeinderat hat die Einführung der rauchfreien Zonen nochmals gründlich geprüft. Der Rat sieht sich in der Pflicht, im Sinne einer kinderfreundlichen Gemeinde und im Interesse der Nichtraucherinnen und Nichtraucher, deren Gesundheit zu schützen. Ausserdem handelt es sich beim Freibad Böden um eine öffentliche Sport- und Freizeitstätte. Und solche Orte werden immer öfter rauchfrei. Die Entwicklung, immer mehr auch Aussenbereiche als rauchfreie Zonen zu deklarieren, bestätigt die von der SBB gewählte Absicht, auf ganzen Bahnarealen rauchfreie Zonen einzuführen. Der Gemeinderat ist zum Schluss gekommen, an der Einführung von rauchfreien Zonen im Freibad Böden festzuhalten.

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Weitere Themen

Flawiler Schüler stellen im Kunstmuseum St.Gallen aus

Das Projekt «Kunst macht Schule» wurde im Winter 2018 zum zweiten Mal durchgeführt. Dieses bot Schulklassen die Durchführung von Gestaltungsunterricht in Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden und den Museumspädagogen des Kunstmuseums St.Gallen an. Dabei wurden die Schülerinnen und Schüler von einer St.Galler Künstlerpersönlichkeit begleitet. Acht Schulklassen aller Stufen aus dem Kanton St.Gallen wurden ausgewählt, darunter auch zwei Flawiler Klassen. Die entstandenen Werke werden nun bis Sonntag, 7. April 2019, im Kunstmuseum St.Gallen präsentiert.

Das Projekt «Kunst macht Schule» wird vom Dachverband Lehrpersonen Gestalten Kanton St.Gallen (DLG-SG) in Kooperation mit dem Kunstmuseum St.Gallen und dem Kantonalen Amt für Kultur realisiert. Es dient der Vernetzung der Schule mit Institutionen und Exponenten aus dem Bereich der bildenden Gestaltung und ermöglicht Lehrpersonen mit ihren Klassen einen praxisnahen Umgang mit der Kunst. Aus Flawil beteiligten sich aus dem Schulhaus Vorderer Grund die Viertklässler von Lea Sophia Durot mit Künstlercoach Rahel Flückiger sowie aus dem Schulhaus Enzenbühl die vierte Klasse von Urs Reifler mit Künstlercoach Massimo Milano.

Künstlercoach wählt Kunstwerk aus

Die Klassen besuchten das Archiv des Kunstmuseums St.Gallen. Dort wählten die Künstlercoachs ein inspirierendes Kunstwerk aus. Dieses diente den Schülerinnen und Schülern als Ausgangspunkt für ihre künstlerische Arbeit. Eine Einführung der Kunstvermittlung des Museums gab weitere Impulse für die gestaltende Arbeit der Klassen. Die Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler bestand darin, die Thematik, die formalen Aspekte oder die Stimmung des Ausgangswerkes zu erfassen und anschliessend durch gestalterisches Wirken eigenständige Resultate zu schaffen.

Ausstellung dauert bis 7. April

Im Schulzimmer wurden die Kinder und Jugendlichen sowie die Lehrperson dann vom Künstlercoach in mehreren Gestaltungslektionen begleitet. Entstanden sind inspirierende Werke. Sie machen das gestalterische Potenzial sichtbar, das mit kreativen Prozessen bei Schülerinnen und Schülern ausgelöst werden kann. Die entstandenen Werke sind nun zusammen mit den jeweiligen Originalen bis Sonntag, 7. April 2019, im Kirchhoferhaus des Kunstmuseums St.Gallen zu bestaunen. Die einzigartige Ausstellung ist jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, am Mittwoch bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Die Viertklässler aus dem Schulhaus Vorderer Grund wandelten das Bild «Kücheninterieur» von Martin Drolling medial um und schufen eine Kulisseninstallation mit Texten und lautmalerischen Geräuschen.

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Altlastensanierung am Beispiel des Lehmtobels

Die Arbeiten bei der Sanierung der Deponie Lehmtobel und beim Ausbau des Lehmtobelbachs verlaufen nach Plan. In der vergangenen Woche zeigte das Amt für Umwelt des Kantons St.Gallen den Medienschaffenden am Beispiel des Lehmtobels, wie aufwändig eine Altlastensanierung ist.

Bis vor wenigen Jahrzehnten war es üblich, dass Gemeinden den Kehricht und andere Abfälle an Orten wie ehemaligen Kiesgruben, Geländemulden oder in einem Bachtobel deponierten. In Flawil kommt bei der Sanierung des Lehmtobels ans Tageslicht, was von 1910 bis 1960 in der damaligen Deponie «entsorgt» wurde. Aus diesem Grund hat das kantonale Amt für Umwelt in der vergangenen Woche die Medienschaffenden durchs Lehmtobel geführt und gezeigt, wie aufwändig und teuer eine Altlastensanierung ist. Sie haben von Magnus Hälg, Fachspezialist Abfall und Rohstoffe beim kantonalen Amt für Umwelt, von Bauleiter Cédric Künzle und von Gemeindepräsident Elmar Metzger erfahren, mit welchem Aufwand der Kehricht ausgehoben, der Lehmtobelbach offengelegt und das Gelände gesichert werden muss.

Die Bauarbeiten im Lehmtobel sind bis anhin problemlos verlaufen. «Wir kommen schneller voran als geplant», sagt Bauleiter Cédric Künzle. Bis Mitte 2020 sollen die Deponie saniert und der Lehmtobelbach offengelegt sein.

1800 belastete Standorte im Kanton St.Gallen

Im Kanton St.Gallen gibt es rund 1800 belastete Standorte. Etwa 570 Standorte wurden bisher untersucht. Davon wurden bisher 150 Standorte als sanierungsbedürftig beurteilt und gelten als Altlast. Gut die Hälfte ist bisher saniert worden. Etwa 44 Prozent aller belasteten Standorte entfallen auf Ablagerungsstandorte. Die belasteten Standorte sind in einem Kataster erfasst. Seit 2010 ist dieser öffentlich und unter www.umwelt.sg.ch (Thema Altlasten) abrufbar.

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Im Lehmtobel kommt ans Tageslicht, was von 1910 bis 1960 in der damaligen Deponie «entsorgt» wurde.