Die Übertragung des Covid-19-Virus findet oftmals durch Personen ohne Symptome statt. Diese Personen könnten mittels repetitiver Tests erkannt werden, was eine frühzeitige Unterbrechung der Infektionskette ermögliche, wie der Kanton St. Gallen am Dienstag informiert. Darüber hinaus erlaube das repetitive Testen eine Reduktion der Quarantänezeiten und damit die erhöhte Anwesenheit der Mitarbeitenden. «Mit dem repetitiven Testen steht nebst der Covid-19-Impfung, dem Einhalten der Hygiene- und Distanzvorschriften und dem Contact Tracing eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, die Ausbreitung des Covid-19-Virus zu überwachen und einzudämmen», heisst es in der Mitteilung weiter.

Was müssen Unternehmen tun?

Die Mindestbetriebsgrösse betrage vier Personen, die ersten Tests würden Ende September durchgeführt, informiert der Kanton St. Gallen weiter. Sämtliche Prozesse rund um das repetitive Testen würden auf der Online-Plattform «together we test» der Hirslanden-Gruppe abgewickelt. Dazu gehöre zum Beispiel das Erfassen der zu testenden Mitarbeitenden oder die Bestellung von Testkits. Unternehmen, die an den repetitiven Testungen teilnehmen, müssen einen Poolmanager bestimmen. Diese Person bestellt das Testmaterial, verteilt es an die zu testenden Mitarbeitenden und mischt die einzelnen Proben zu einer Sammelprobe zusammen, dem sogenannten Pooling.

Unternehmen könnten die Aufgaben des Poolmanagers auch an externe Dienstleister wie beispielsweise Labore, Arztpraxen oder Apotheken auslagern. Bei einem positiven Testergebnis des Pools müssten alle Mitarbeitenden des Pools erneut getestet werden. Neu könne dies auch mit einem Notfallkit selbständig und per Post ausgeführt werden. Der ganze Prozess werde zusätzlich durch das Contact Tracing begleitet.

Kontaktquarantäne im privaten Bereich bleibt

Unternehmen mit repetitiven Testungen haben die Möglichkeit, Mitarbeitende, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, für die berufliche Tätigkeit und den Arbeitsweg von der Kontaktquarantänepflicht zu befreien. Dabei müssten aber die Schutzmassnahmen auf dem Arbeitsweg und bei der Arbeit konsequent eingehalten werden. Dazu gehören die Hygiene, die Maskenpflicht und die Abstandsregeln. Im privaten Bereich muss die Kontaktquarantäne hingegen gemäss den Anordnungen des Contact Tracings eingehalten werden.