In der grossen Mittwochmorgenpause vor den Herbstferien versammelten sich alle Klassen und die Lehrkräfte der Oberstufe Sonnenhof im Erdgeschoss und warteten gespannt auf die Wahlveranstaltung, die gekonnt von Aaron Ruinatscha und Gressa Martini aus den dritten Klassen moderiert wurde. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit dem tiefsinnigen und selbst verfassten Text «Generation grenzenlos» von Gressa Martini. Danach stellten sich alle sechs Kandidatinnen und Kandidaten in Form eines Powerpointporträts und eines Interviews kurz vor. 

Dabei führten sie mit gekonnten Argumenten aus, welche Vorteile ihre Wahl dem Schüler/-innenrat und der Schule bringen würde. Nach einer lautstarken, aber musikalisch überzeugenden Darbietung der Sohoband war es dann soweit: Alle Klassen gingen wieder in ihre Zimmer zurück und füllten die Wahlzettel sachgerecht aus. Von den drei Kandidatinnen und drei Kandidaten wurden je ein Präsident und eine Präsidentin gesucht. 

Nachdem alle Schüler/-innen ihre zwei Kreuze am richtigen Ort gesetzt hatten, wurden die einzelnen Klassen nacheinander aufgerufen, zur Urne zu gehen. Während der 1. Auszählung, die ein wenig Zeit in Anspruch nahm, durften sich die Schüler/-innen mit einem kleinen Imbiss verköstigen. Bald zeichnete sich ab, dass nach dem ersten Wahlgang ein Kandidat zum Präsidenten gewählt worden war. Bei den Mädchen erreichte keine der Kandidatinnen die absolute Mehrheit, was einen zweiten Wahlgang erforderlich machte, zu dem nur noch die beiden Kandidatinnen mit den meisten Stimmen antreten durften. 

Nach Auszählung aller gültigen Stimmen wurden die Resultate bekannt gegeben. Vleran Djeladini war im ersten Wahlgang klar gewählt worden. Er möchte als Präsident motiviert und zielstrebig an die Arbeit gehen und sich vor allem für die Realisierung eines Regendachs in der Pause einsetzen. Im zweiten Wahlgang hatte sich Selma Dzelili mit nur zwei Stimmen mehr gegen ihre Konkurrentin durchgesetzt. Sie möchte vor allem die Anliegen der Schüler/-innen aufnehmen und sie anpacken. Am Schluss der Wahlveranstaltung gingen dann auch die unterlegenen Kandidat/-innen noch einmal auf die Bühne und zeigten sich im anschliessenden Gruppenbild als gute und würdige Verlierer/-innen. 

Vleran Djeladini: Neuer Schülerratspräsident

«Ich bin 15 Jahre alt und freue mich sehr über meine Wahl zum Schülerratspräsidenten. Ich habe schon zweimal versucht, in den Schülerrat zu kommen, doch mein klasseninterner Mitbewerber hatte in den ersten beiden Jahren jeweils das Rennen gemacht. Jetzt habe ich zusätzlich zur Wahl als Klassenvertreter gerade noch die Wahl für das Präsidium des Schülerrats gewonnen. Ich werde motiviert und zielstrebig an die Arbeit gehen. Sport, im speziellen der Fussball, ist für mich sehr wichtig. Meine Aufgabe als Präsident wird darin bestehen, Sitzungen vorzubereiten, Schüleranträge aufzunehmen und sie zu bearbeiten. Der Schülerrat ist so aufgebaut, dass jede Klasse je einen Knaben und ein Mädchen aus neun Klassen in den Schüler/-innenrat delegiert, das macht insgesamt 18 Personen. Dass meine Klasse jetzt das weibliche und das männliche Präsidium stellen wird, ist Zufall. Davon wird meine Klasse aber profitieren, da sie gut aus erster Hand aus dem Schüler/-innenrat informiert werden wird. Ich werde mich in diesem Schuljahr für das Projekt «Regendach» einsetzen, damit die Schüler/-innen in Zukunft bei schlechtem Wetter einen Unterstand haben werden. Politisch interessiert bin ich nicht, aber ich finde das Präsidium interessant, weil ich in dieser Funktion Verantwortung übernehmen kann - als Vorbereitung auf die spätere Berufswelt. Die Wahl habe ich zuerst gelassen erlebt, doch mit der Zeit kam die Aufregung und ich wurde zunehmend nervöser.»

Selma Dzelili: Neue Schülerratspräsidentin

«Ich bin 15 Jahre alt und war schon zweimal im Schüler/-innenrat als Vertreterin meiner Klasse. Ich habe mich kurzfristig entschlossen, dieses Jahr auch noch für das Präsidium zu kandidieren. Dass es mit der Wahl geklappt hat, freut mich sehr. Mein Hobby ist meine engste Familie. Ich schätze am Schüler/innenrat, dass ich selbst Verantwortung übernehmen kann und dadurch selbständiger werde. Wir treffen uns fünf Mal pro Semester zur Sitzung und besprechen Anliegen aus der Schüler- und Lehrerschaft. Dann arbeiten wir in die meiste Zeit in Arbeitsgruppen. Letztes Jahr haben wir den Skitag realisiert, den Kinoabend organisiert etc. Die Sohoparty musste leider abgesagt werden wegen der Coronapandemie. Dieses Jahr habe ich das erste Mal fürs Präsidium kandidiert und ich freue mich, dass es geklappt hat. Ich werde mich als zukünftige Präsidentin dafür einsetzen, die Anliegen der Schüler/-innen aufzunehmen, sie möglichst gut zu bearbeiten und in die Tat umzusetzen. Der Zeitaufwand für den Schüler/-innenrat ist nebst der regulären Sitzung gering, es kommt ein wenig darauf an, ob noch ein Projekt ansteht oder nicht. Bei der Wahl zur Präsidentin zitterte meine Stimme etwas, da ich doch, immer wenn ich etwas sagen musste, leicht nervös war.»

René Oberholzer

In der grossen Mittwochmorgenpause vor den Herbstferien versammelten sich alle Klassen und die Lehrkräfte der Oberstufe Sonnenhof im Erdgeschoss und warteten gespannt auf die Wahlveranstaltung, die gekonnt von Aaron Ruinatscha und Gressa Martini aus den dritten Klassen moderiert wurde.