Der FC Wil tritt an Ort. Und das ist noch positiv formuliert. Er ist die einzige Mannschaft der zweithöchsten Spielklasse, die im Jahr 2020 nach drei Runden noch auf einen Punktgewinn wartet. Er tut dies auch nach der Partie in Kriens. Vorne werden kaum mehr Tore erzielt, hinten matchentscheidende Fehler begangen.

In der Innerschweiz kassierten die Wiler die entscheidende Hypothek in jener Halbzeit, welche ihre bessere war; die erste. In dieser waren die Ostschweizer denn Kriensern mindestens ebenbürtig und taten das, was sie zuletzt hatten vermissen lassen: Den Gegner früh stören, kämpferisch dagegenhalten und unbeschwert aufspielen. Und doch fanden sich die Wiler bei Spielhälfte mi den entscheidenden beiden Längen im Hintertreffen. Denn schon früh kassierten die Gäste einen Penalty, der unnötig war, weil die Szene gar nicht so hätte entstehen dürfen. Wils Goalie Anthony Mossi legte schliesslich Nico Siegrist, der den fälligen Elfmeter sicher in die rechte Ecke verwandelte.

Nach der Pause abgebaut

Das 2:0 kurz vor der Pause war dann einfach nur sehenswert. Einerseits, weil der Ball über mehrere Stationen und teilweise direkt durch die Krienser Angriffsreihen lief. Andererseits, weil Omer Dzonlagic den Spielzug mustergültig mit der Hacke abschloss.


Dieser zweite Gegentreffer schien den Wilern nicht gut zu bekommen. Nach der Pause setzten sie deutlich weniger offensive Impulse und kamen je länger je weniger gefährlich vor das Krienser Tor. So war schon früh abzusehen, dass es für den FC Wil die fünfte Auswärtsniederlage hintereinander absetzen wird. Und das bei einem Torverhältnis von 4:15. Seit dem 19. Oktober warten die Wiler in der Fremden auf Zählbares. Ganz grundsätzlich ist der jungen Mannschaft ist die Leichtigkeit des Seins abhandengekommen.

Kein Stürmer auf der Ersatzbank

Es fruchtete schliesslich auch nicht, dass Trainer Ciriaco Sforza nach dem schwachen Auftritt gegen Stade Lausanne-Ouchy umgestellt hatte. Gezwungenermassen tat er es, weil Valon Fazliu mit einer leichten Zerrung ausfiel. Somit mussten die Wiler auf jenen Spieler verzichten, der in den vergangenen fünf Partien immer bei mindestens einem Wiler Treffer seine Füsse im Spiel gehabt hate. Sforza brachte zudem Neuzugang Julian von Moos in der Startformation – nach nur einer Trainingseinheit mi dem neuen Team. Der 18-jährige zeigte einen erfrischenden Einstand und kam zu drei guten Möglichkeiten, die er aber alle vergab.

Nicht im Aufgebot stand Routinier Silvio. Dies überraschte, da er noch vor Wochenfrist zu einem Teileinsatz gekommen war. Nun verdichten sich aber die Zeichen, dass Silvios Zeit beim FC Wil abgelaufen sein könnte. Der Verein hat ihm ja bereits im Spätherbst des vergangenen Jahres mitgeteilt, dass sein im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Da Silvio in Kriens nicht im Aufgebot stand, hatte Sforza keinen Stürmer auf der Bank, den er in der zweiten Halbzeit hätte einwechseln können. Frische offensive Impulse wären aber äusserst willkommen gewesen.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www. sfl.ch)

 
Die dritte Niederlage in Folge in bewegten Bildern.

Resultate, Challenge League, 21. Runde:
Kriens - Wil 2:0
Aarau - Vaduz 1:2
Chiasso - Lausanne-Sport 0:2
Schaffhausen - Winterthur 1:0
Stade Lausanne-Ouchy - Grasshoppers 4:1

SC Kriens – FC Wil 1900 2:0 (2:0)

Kleinfeld: 1300 Zuschauer. – Sr: Horisberger.

Tore: 4. Siegrist (Foulpenalty) 1:0. 45. Dzonlagic 2:0.

SC Kriens: Osigwe; Costa, Elvedi, Berisha, Busset (83. Fäh); Ulrich, Kukeli (46. Alessandrini), Sadrijaj, Dzonlagic; Siegrist (88. Tadic), Teixeira (59. Abubakar).

FC Wil 1900: Mossi; Dimitrou (71. Kamberi), Schmied, Schmid; Abedini; Rohner, Muntwiler (73. Ndau), Krasniqi (63. Brahimi), Padula; Duah (83. Bosic), von Moos.

Bemerkungen: Kriens ohne Mijatovic (gesperrt), Wiget (krank), Bürgisser, Fanger, Follonier (verletzt), Zizzi und Urtic (nicht im Aufgebot). Wil ohne Traber (krank), Klein, Schäppi, Wörnhard, Fazliu (verletzt), Kostadinovic, Silvio und Sejdija (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 9. Kukeli (Foul). 77. Ndau (Foul). 77. Alessandrini (Foul). 80. Busset (Foul). 92. Sadrijaj (Unssportlichkeit). 92. Brahimi (Unsportlichkeit).

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 21/46. 2. Vaduz 21/35. 3. Grasshoppers 21/34. 4. Kriens 21/32. 5. Winterthur 21/28. 6. Wil 21/27. 7. Stade Lausanne-Ouchy 21/27. 8. Aarau 21/25. 9. Schaffhausen 21/23. 10. Chiasso 21/13.

Nächste Spiele (22. Runde):
Freitag, 14. Februar: Grasshoppers - Kriens (20.00 Uhr).
Samstag, 15. Februar: Wil - Schaffhausen (17.30 Uhr).
Sonntag, 16. Februar: Lausanne-Sport - Aarau (15.00 Uhr), Vaduz - Chiasso (15.00 Uhr), Winterthur - Stade Lausanne-Ouchy (15.00 Uhr).

Im Video: Neuzugang Julian von Moos ist selbstkritisch

 
«Es ist uns nicht viel gelungen», sagt Julian von Moos im hallowil.ch-Interview.

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Der Liveticker:

Ich bedanke mich für das Interesse an diesem Ticker und wünsche noch ein schönes Wochenende. Bis bald auf hallowil.ch.

Weiter geht es für den FC Wil am kommenden Samstag (15. Februar) um 17.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den FC Schaffhausen. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Schlussfazit: Nein, so reicht das nicht. Dritte Niederlage im dritten Spiel des Jahres. Und vor allem nur zwei Tore erzielt. Heute war der Start gut und Chancen waren da. Nach der Pause fielen die Wiler in den alten Trott zurück und kamen kaum mehr zu Möglichkeiten. Die Leichtigkeit des Sommers und Herbstes ist weit weg. Vor allem offensiv sind die Wiler in diesem Jahr zu wenig durchschlagskräftig. Zum Glück haben die Äbtestädter so viele Punkte geholt in der Hinrunde. In der  Rückrunde sind sie bisher das schwächste Team. Knapp hinter GC.

Schlusspfiff im Kleinfeld: Der FC Wil verliert gegen den SC Kriens mit 0:2.

92. Minute: Da werden noch Nettigkeiten ausgetauscht. Das trägt Sadrijaj und Brahimi je eine Verwarnung ein.

91. Minute: Drei Minuten wird hier noch künstlich verlängert.

90. Minute: Dass Ding ist längst durch.

88. Minute :Letzter Wechsel bei Kriens: Tadic kommt für Torschütze Siegrist.

87. Minute: Ich würde gerne von Wiler Chancen berichten ...

85. Minute: Offensiv ist das auch heute zu wenig. Zwei Tore in knapp drei Spielen sprechen eine klare Sprache.

83. Minute: Beide wechseln nochmals: Bei Kriens kommt Fäh für Busset. Und bei Wil spielt Bosic für Duah.

82. Minute: So deutet alles auf die dritte Wiler Niederlage im dritten Spiel des Jahres hin.

80. Minute: Auch Busset sieht Gelb. Das sah gegen von Moos mehr nach Anschwingen aus denn nach  Fussball.

79. Minute: 1300 Zuschauer sind heute dabei und sehen, wie sich "ihr" SC Kriens bis auf zwei Punkte an den Schweizer Rekordmeister anzunähern scheint. Am kommenden Freitag gastieren die Innerschweizer im Letzigrund.

77. Minute: Auch Alessandrini holt sich auch den Karton ab. Dies für ein ruppiges Einsteigen an Rohner.

77. Minute: Gelb für Ndau nach einem  Foul nahe der Mittellinie an Siegrist.

76. Minute: Da waren grad zwei Chancen in kurzer Zeit: Zuerst lässt sich Ndau im Strafraum zu viel Zeit, so dass ein Versuch geblockt werden kann. Sekunden später zieht Padula ab. Aber daneben.

74. Minute: Seit der Pause ist es viel Wiler Stückwerk. Die Gäste brauchen irgendwie ein Tor. Aber wie?

73. Minute: Noch ein Wechsel beim FC Wil: Captain Muntwiler hat Feierabend. Neu kommt Ndau. Zweiter Wiler Captain des Abends ist Schmied.

72. Minute: Momentan plätschert das Ding gemütlich Richtung Ende. Das kann nicht im Sinne der Wiler sein.

70. Minute: Wil wechselt nochmals: Es kommt ein Verteidiger für einen Verteidiger. Kamberi ersetzt Dimitrou.

68. Minute: Man kramt schon langsam die Statistiken hervor. Von den letzten neun Spielen hätten die Wiler nur noch eines gewonnen, wenn es hier dabei bleibt. Das ist immerhin ein ganzes, gebrauchtes Meisterschafts-Viertel.

65. Minute: Auch schon bald wieder die Hälfte der zweiten Halbzeit ist rum. Derzeit deutet wenig auf eine Wiler Aufholjagd hin. Kriens hat das Spiel im Griff.

63. Minute: Erster Wechsel beim FC Wil: Brahimi kommt für Krasniqi.

62. Minute: Wieder die Platzherren: Ulrich mit einem Abschluss von knapp ausserhalb des Strafraums. Aber drüber.

61. Minute: Tja, Kriens drückt auf das 3:0: Siegrist kommt an der Strafraumgrenze frei zum Abschluss. Aber zu ungenau. Doch recht deutlich links daneben.

60. Minute: Auch der zweite Krienser Einwechselspieler verspürt gleich Offensivdrang. Abubakar wird im Strafraum angespielt, verzieht aber.

59. Minute: Hier ist der Wechsel: Abubakar kommt für Teixeira.

57. Minute: Weiterhin gilt: Die Ansätze sind bei den Gästen gut. Aber der letzte Zwick fehlt. Bei Kriens macht sich Abubakar bereit. Ihr bester Torschütze dieser Saison kommt. Schön, wenn du den noch einwechseln kannst.

55. Minute: von Moos mit seiner dritten Chance. Er braust von halblinks heran, verliert aber wie schon in Halbzeit eins das Duell gegen Osigwe.

53. Minute: Was für ein Knaller von Duah. Bei diesem Flatterball bringt aber Osigwe gerade noch die Hände hoch.

50. Minute: Beinah das 3:0: Alles rechnet mit einem Foulpfiff und Kriens-Freistoss im Halbfeld. Doch die Gastgeber spielen weiter. So taucht Siegrist alleine vor Mossi auf. Doch der Wiler Schlussmann kann mit einem starken Reflex mit der linken Hand klären. Das wäre wohl die Entscheidung gewesen.

48. Minute: Wil braucht ein Tor. Auch fürs Selbstvertrauen.

46. Minute: Und  Alessandrini versucht es gleich mal mit einem Abschluss. Ich präzisiere: mit einem Abchlüsschen. Der Ball rutscht ihm über den Spann und geht weit rechts daneben.

46. Minute: Ein Wechsel bei den Kriensern hat es in der Pause gegeben. Alessandrini ist gekommen für Captain Kukeli. Der war rot-gefährdet.

46. Minute: Das Spiel läuft wieder.

Die Mannschaften kommen zurück. Finden die Wiler noch den Anschluss? Ein schnelles Tor würde helfen. Gleich geht es weiter.

Pausenfazit: Tja, ein typisches Spiel, wenn der Wurm drin ist. Wil war nicht die schlechtere Mannschaft, ist aber trotzdem auf Abwegen. Ein frühes und ein spätes Gegentor sorgen für diese Differenz. Somit läuft das hier auf die dritte Niederlage im dritten Spiel des Jahres raus. Oder geht noch was? Im Dezember lagen die Wiler hier zur Pause auch mit 0:2 zurück. Sie kamen dann zwar noch auf 1:2 heran. Mehr war aber nicht drin. Und wie bereits erwähnt: Heute fehlt Fazliu, der in den letzten fünf Spielen der Wiler immer die Füsse bei einem Tor im Spiel hatte. Und ein Stürmer ist nicht auf der Wiler Ersatzbank. Da läuft hier unter dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Pausenpfiff im Kleinfeld: Der SC Kriens führt gegen den FC Wil mit 2:0.

45. Minute: Eine Minute Nachspielzeit.

45. Minute: TOOOOR für den SC Kriens durch Dzonlagic zum 2:0. So bitter das für die Wiler ist,  so schön war das rausgespielt. Der Ball läuft sehenswert über mehrere Stationen, zum Teil direkt. Am Schluss spielt Costa von rechts rein. Dzonlagic trifft mit der Hacke. Wow.

43. Minute: Dann mal wieder die Innerschweizer: Costa lässt einen los aus über 20 Metern Distanz. Das Geschoss rauscht knapp drüber.

40. Minute: Wieder fehlt das letzte Bisschen. Und das grad in zwei Aktionen. Zuerst wird ein Hereingabe Rohners geklärt, dann kommt ein paar Sekunden später Duah zum Abschluss. Aber recht daneben. Langsam dürfte es dann doch 1:1 stehen.

35. Minute: Tja, der letzte Sektor. Da ist es noch zu wenig heiss. Aber sonst passt das weiterhin. Das 1:1 scheint näher als das 2:0. Es gefällt vor allem, dass die Wiler immer wieder die Tiefe suchen. Die Passqualität ist aber ungenügend. Bis jetzt.

33. Minute: Die Gäste sind dran: Padulas Hereingabe von links findet aber keinen Abnehmer.

31. Minute: Der Wiler Auftritt ist deutlich verbessert gegenüber dem Stade-Lausanne-Ouchy-Spiel von vergangenem Samstag. Kämpferisch kommt mehr, temporeicher ist es auch. Aber in Rückstand liegen sie halt doch wieder, die jungen Wiler.

27. Minute: Abedini lanciert schön von Moos, der mit Tempo durchbricht und von halbrechts frei zum Abschluss kommt. Aber der Jungspund verzieht knapp. Am linken Pfosten vorbei. Trotzdem: Von Moos ist ein Aktivposten.

25. Minute: Wil ist bemüht und sucht die Tiefe. Dann aber Kriens auf der Gegenseite. Hereingabe von links. Jedoch keiner da, der aus kurzer Distanz zum 2:0 einschieben könnte. Es bleibt bei einem Raunen des Publikums.

22. Minute: Das Spiel ist in den letzten Minuten abgeflacht. Eine Wiler Flanke von rechts bringt keine Gefahr. Goalie Osigwe ist vor von Moos am Ball.

18. Minute: Ein ärgerlicher Gegentreffer. Denn eigentlich ist der Wiler Auftritt ansprechend. Sie setzen den Gegner früh unter Druck. Aber eben: Ein 1:0 steht auf der Anzeigetafel. Daran ändert auch dieser Distanzschuss von Duah nichts. Zu zentral aufs Tor. Eine sichere Beute für Osigwe.

15. Minute: Ui, ui: Da wollen die Wiler einen Penalty: Duah ist zentral durchgbrochen und wird dann von Elvedi angegangen. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Horisberger bleibt stumm. Heikle Geschichte. Wann kommt eigentlich der VAR in der Challenge League?

13. Minute: Die Wiler sind um eine Reaktion bemüht und haben dass Spiel in die Hand genommen. Von Moos macht da schon wieder Betrieb im Krienser Strafraum, kommt dann aber nicht an den Ball. Keine Gefahr.

10. Minute: Da ist die Top-Ausgleichschance für Wil: Und es war von Moos. Nach einem klugen Steilpass kommt er von halblinks frei zum Abschluss. Im letzten Moment kann Elvedi aber noch zum Corner klären. Dieser bringt dann nichts ein. Schade.

9. Minute: Auch die erste Verwarnung geht an die Platzherrn: Es trifft Kukeli nach einem unnötigen Foul in der Wiler Platzhälfte an Abedini.

8. Minute: Damit es schon mal gesagt ist: Ein Stürmer sitzt nicht auf der Ersatzbank des FC Wil.

4. Minute: TOOOOR für den SC Kriens durch Siegrist per Foulpenalty zum 1:0. Der Challenge-League-Top-Torschütze der vergangenen Saison trifft sicher rechts, während Mossi nach linkss abtaucht. Das Spiel ist lanciert. Und die Wiler sind schon wieder unter Druck.

4. Minute: Penalty Kriens. Foul von Mossi an Siegrist.

3. Minute: Erster Corner für Wil: Aber Osigwe hat die Kugel.

2. Minute: von Moos hat sich übrigens die Nummer 9 geschnappt. Die hatte im Herbst noch Stojilkovic. Das ist mal eine Ansage des 18-Jährigen.

1. Minute: Das Spiel ist freigegeben. Der Ball rollt.

So, die Mannschaften sind da. Gleich geht es los auf dem Krienser Kunstrasen. Viel Spass mit SC Kriens gegen FC Wil.

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Noch wird eingewärmt. Gleich geht es los.

Das Spiel wird geleitet von Stefan Horiberger aus Steffisburg im Kanton Bern.

Kriens-Trainer Bruno Berner beginnt in einem 4-4-2-System mit Osigwe im Tor. Die Verteidigung bilden von rechts her gesehen Costa, Elvedi, Berisha und Busset. Im Mittelfeld laufen auf von rechts nach links: Ulrich, Captain Kukeli, Sadrijaj und Dzonlagic. Die beiden Stürmer sind Siegrist (rechts) und Teixeira.

Kommen wir zu den Mannschaftsaufstellungen. Wils Trainer Ciriaco Sforza lässt heute in einem 3-1-4-2-System folgende Spieler laufen. Im Tor steht Mossi. Die Abwehr bilden von rechts her gesehen Dimitrou, Schmied und Schmid. «Scheibenwischer» ist Abedini. Das Mittelfeld bilden von rechts nach links Rohner, Muntwiler, Krasniqi und Padula. Die beiden Stürmer sind Duah (rechts) und von Moos. Da fällt gleich einiges auf: Neuzugang von Moos ist spielberechtigt und in der Stammformation. Dimitrou spielt ebenfalls erstmals seit seiner Ankunft in Wil im Winter. Er ersetzt Kamberi. Zudem fehlt Fazliu wegen einer leichten Zerrung. Das schmerzt nicht nur ihn, sondern das ganze Team. Fazliu war in den letzten fünf Spielen immer an mindestens einem Wiler Tor beteiligt. Zudem darf Krasniqi mal wieder von Anfang an ran. Silvio steht nicht im Aufgebot.

Doch aufgepasst auf den SC Kriens: Die Innerschweizer haben Lunte gerochen. Deren Schlachtplan sieht so aus: Heute Wil besiegen, am kommenden Freitag die Grasshoppers besiegen – und schon steht man vor dem Rekordmeister.

Für den FC Wil geht es heute darum, im dritten Spiel des Jahres endlich so richtig anzukommen und erstmals zu punkten. Im Speziellen der Auftritt am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen Stade Lausanne-Ouchy (1:2-Niederlage) war über weite Strecken ungenügend und es bedarf einer Steigerung. Vor allem sollten die Wiler auch in der Fremde mal wieder liefern. Der erste Auswärtssieg seit dem 19. Oktober wird angestrebt.

Das gab es noch nie auf hallowil.ch: Gleich zwei Liveticker parallel an einem Abend. Im Fussball gastiert der FC Wil ab 17.30 Uhr auswärts beim SC Kriens, im Eishockey spielt der EC Wil ab 19 Uhr im heimischen Bergholz gegen den EHC Dübendorf um die Qualifikation für die nationale Cup-Hauptrunde, wo man zu Beginn der kommenden Saison zuhause auf einen Vertreter der höchsten beiden Ligen treffen würde. Für Spannung ist gesorgt. Konzentrieren wir uns aber zuerst auf Fussball. Herzlich willkommen aus dem Stadion Kleinfeld zum Wiler Auswärtsspiel gegen den SC Kriens. Simon Dudle tickert durch einen hoffentlich kurzweiligen Fussball-Vorabend.

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Die Vorschau:

Der eingeschlagene Weg des FC Wil, welcher ihm viel Lob und Anerkennung einträgt und bestimmt zum Verein passt, kann zuweilen ein schmaler Grat sein. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die jüngste Mannschaft der Liga weiterzuentwickeln und trotzdem die Resultate nicht aus den Augen zu verlieren. Während das im Verlauf der Hinrunde über weite Strecken vorzüglich geklappt hat, ist der Motor im neuen Jahr noch nicht richtig angesprungen. Zuletzt gegen Stade Lausanne-Ouchy stotterte er gar gehörig. Zweimal hat der FC Wil mit 1:2 verloren. Zweimal war hinterher aber auch zu bilanzieren, ein Unentschieden wäre der richtige Ausgang der Partie gewesen.

So befinden sich die Wiler nach nur noch einem Sieg aus den letzten acht Spielen aktuell in einer Phase, die auch für die Vereinsführung interessant sein wird. Wie reagieren welche Spieler in diesem Moment, in dem es nicht wie gewünscht läuft? Wer übernimmt Verantwortung? Wer nimmt das Spiel in die Hand? Wer kurbelt es an? Das Positive an dieser jungen Mannschaft ist, dass sie sich nicht zu viele Gedanken macht. Fussballspielen ist angesagt, nicht mehr und auch nicht weniger. Jedoch braucht es mehr als zuletzt über weite Strecken im Heimspiel gegen den Aufsteiger. Mehr Power nach vorne, mehr Kreativität, mehr Präzision, mehr Konzentration in der Defensive.

Die Wiler:

Einer der Fakten ist: Auswärts läuft es nicht wie gewünscht. Mit zehn Punkten aus ebenso vielen Spielen belegt der FC Wil in der Auswärtsrangliste der Challenge League den zweitletzten Platz. Einzig Schlusslicht Chiasso ist diesbezüglich noch schlechter und hat in dieser Saison erst ein einziges Mal in der Fremde gewonnen – im November in Wil. Die Frage ist auch, wie der FC Wil wieder zu mehr offensiver Durchschlagskraft kommt. Für Stürmer Kwadwo Duah muss mehr Unterstützung aus dem Mittelfeld kommen – und Duah selbst seine neue Position noch finden. Zudem wurde im Verlauf der Woche der 18-jährige Julian von Moos vom FC Basel auf Leihbasis bis Ende Saison übernommen. Ob er in Kriens bereits spielberechtigt ist, weist sich erst in den Stunden vor dem Spiel. Wie auch immer: Vielleicht schreiben die Wiler ja ausgerechnet in der Innerschweiz ein erstes Mal in diesem Jahr an. Auf dem Kleinfeld resultierte in der Rückrunde der vergangenen Saison der einzige Auswärtssieg.

Die Krienser:

Von wegen: Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist die schwierigere. Der SC Kriens ist auch im laufenden Championat eine positive Erscheinung und darf sogar von der Barrage träumen. Und dies, obwohl Nico Siegrist – in der vergangenen Saison mit 16 Toren noch bester Torschütze der zweithöchsten Spielklasse – erst vier Treffer erzielt hat. Die Mannschaft von Trainer Bruno Berner überzeugt als Einheit und tritt heimstark auf. Zwar hat es schon drei Pleiten im Kleinfeld abgesetzt, allerdings alle mit nur einem Tor Unterschied. Aber auch die Innerschweizer müssen auf eine Niederlage reagieren. Am vergangenen Sonntag hielten sie im dichten Pontaise-Nebel gegen Leader Lausanne-Sport zwar einigermassen mit, brachten aber weder einen Schuss aufs Tor noch einen Eckball zustande und verloren schliesslich mit 0:2. Nicht dienlich war, dass ihr linker Flügelspieler Nikola Mijatovic schon vor der Pause wegen eines groben Fouls des Feldes verwiesen wurde und nun gegen Wil fehlt.