Der Flawiler Gemeinderat wirbt für ein vierfaches Ja für die Volksabstimmung vom 7. März. Der Gemeinderat unterbreitet an diesem Tag der Bürgerschaft drei Sachgeschäfte, die auf die Entwicklung und das Zusammenleben im Dorf Auswirkungen haben. 

Konkret geht es um die Neugestaltung des Marktplatzes, den Neubau Dreifachhalle und Musikschulzentrum Feld sowie das Hochwasserschutzprojekt Dorf- und Tüfibach.

Nun regt sich Widerstand gegen zwei dieser Projekte. Die Parteileitung der CVP Flawil habe sich  intensiv mit diesen Vorlagen befasst, heisst es in einer heute versandten Mitteilung. Während die Partei Ja zur Dreifachhalle mit Musikschulzentrum als Holzbau sagt - Ja zum Hauptantrag, Ja zum Variantenantrag, Stichfrage: Holzbauvariante - sagt sie Nein zur Neugestaltung des Marktplatzes und zum Hochwasserschutzprojekt Dorf- und Tüfibach. 

Die Parteileitung argumentiert in der Mitteilung wie folgt: 

Nein zur Neugestaltung des Markplatzes

Mit einer Markthalle und einem Kulturraum mit zugehörender Tiefgarage schlägt der Gemeinderat eine komplette Umgestaltung des Marktplatzes vor. Die Leitung der CVP begrüsst das Vorhaben den Markplatz neu zu gestalten. Sie hinterfragtaber die Notwendigkeit des geplanten Gebäudekomplexes. Parkplätze im Zentrum sind eine Notwendigkeit und die geplante Tiefgarage wäre wünschenswert. Der Bedarf eines neuen Kulturraumes mit der Markthalle betrachtet dieParteileitungaberals nicht ausgewiesen. Verfügt doch Flawil mit Sälen der öffentlichen Hand und dem Raumangebot von Restaurants über genügend Möglichkeiten, diverse auch kleinere Anlässe durchführen zu können. Ausserdem wurde das Spielplatzangebot für Kinder rund um Flawil in den letzten Jahren verstärkt ausgebaut. Der Vorstand sieht auch hier kein Handlungsbedarf für einen zusätzlichen Treffpunkt für Familien auf dem Marktplatz.

Nein zum Hochwasserschutzprojekt 

Ein Ausbau des Tüfibach ist gemäss der Naturgefahrenkarte des Kantons St.Gallen unumgänglich. Der Gemeinderat schlägt nun zusammen mit dem Projekt eine neue Bachführung über den Markplatz vor. Diese neue, offene Bachführung scheint dem Vorstand als nicht zielführend. Der daraus resultierende bis zu drei Meter tiefe Graben rund um den Marktplatz wäre falsch. Würde doch dieses «Loch» eher zu einer Abfallgrube, die diverse Reinigungsarbeiten mit sich ziehen wird, verkommen. Bei Ablehnung der Vorlage wird gemäss Gemeinderat der bestehende unterirdische Bachlauf rund um die Migros ausgebautund dem Hochwasserschutz genüge getan. Ebenfalls gäbe es bei einer eventuellen Neugestaltung des Markplatzes ohne Bachlauf variantenreicheren Spielraum.

Auf der Webseite habe die Gemeindeverwaltung einige Dokumente zu diesen Sachgeschäften aufgeschaltet. Nun liegt es am Stimmbürger, sich umfassend zu informieren und zukunftsweisend zu entscheiden.