An der ausserordentlichen Bürgerversammlung der katholischen Kirchgemeinde stand das Kreditbegehren von 40‘600 Franken für eine vorzeitige Umgebungsgestaltung im Zentrum. Nach ausführlicher Begründung durch Präsident Patrick Mader genehmigten die Kirchbürger einstimmig den Kredit.Zur ausserordentlichen Bürgerversammlung im Pfarreiheim Lenggenwil kamen 32 Stimmberechtigte (ca. 8,2 %). Unter den Gästen waren auch die beiden Gemeinderäte Patricia Juen und Ruedi Gschwend. Kirchenpräsident Patrick Mader hiess ebenfalls den neuen Katecheten Urs Vescoli willkommen, der ab August in den Dienst der Seelsorgeeinheit eintritt. Er wird im Pfarrhaus Niederhelfenschwil sein Büro beziehen. Der Religions-Pädagoge begann nach eigenen Angaben seine berufliche Karriere als Kaufmann und wechselte als Spätberufener in die Katechese. Er wohnt in Wattwil und arbeitete bisher in der Pfarrei Rorschach.

Markante Veränderung
„Das Ortsbild im Zentrum von Lenggenwil verändert sich mit der Erweiterung des Restaurants Krone und dem Neubau des Dorfladens und den integrierten Gemeinschaftsräumlichkeiten markant“, betonte der Vorsitzende. In Absprache mit den Besitzern der „Krone“ sei eine gemeinsame Gestaltung einer Rabatte zwischen der westlichen Kirchenmauer und der Restaurant-Terrasse vereinbart worden. Gleichzeitig werde die Kirchgemeinde eine Neugestaltung des Treppenaufgangs von der Dorfstrasse vornehmen. Ebenfalls soll eine rollstuhlgängige Verbindung von der Kirche zum neuen Dorfplatz und den öffentlichen WC-Anlagen erstellt werden.

Synergien nutzen
„Ursprünglich war die Ausführung dieser Anpassungen für das Jahr 2018 geplant. Deshalb waren die Kosten nicht im Budget 2017 enthalten. Weil nun die Baufortschritte schneller voran kamen, mussten wir eine ausserordentliche Bürgerversammlung einberufen, um von den Synergien profitieren zu können“, erklärte Präsident Patrick Mader. So könne die Umgebungsgestaltung gemeinsam vorgenommen werden. Der Bereich südlicher Vorplatz beim Treppenaufgang wird mit einer 25 cm starken Stützmauer und einem befestigten Platz ausgerüstet. Die Kirchenverwaltung ist der Ansicht, dass auch eine rollstuhlgängige Rampe vom Aufbahrungsraum zum neuen Mehrzweckgebäude realisiert werden sollte.

Einstimmiger Beschluss
Der Kostenanteil der Kirchgemeinde betrage 40‘600 Franken, die aus der Allgemeinen Reserve gedeckt werden könne, sagte Patrick Mader. Mit seinen begründeten Ausführungen konnte er die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger überzeugen. Vorbehalten sei allerdings die Zusage des Amts für Denkmalpflege und der Politischen Gemeinde. Nach einigen Voten aus dem Publikum kam es zur Abstimmung, bei der ohne Gegenstimme der erforderliche Kredit genehmigt wurde. Als Schlussinformation gab der Präsident bekannt, dass beim reduzierten Gottesdienst-Angebot alle fünf Gotteshäuser der Seelsorgeeinheit gleichberechtigt seien. Es werde ein Gratisfahrdienst organisiert.