«Die geplante Dreifachturnhalle am Birkenweg beschäftigt uns Sirnacherinnen und Sirnacher», sagt Vizepräsident Roger Piberauer, der die FDP Sirnach mit Thomas Rütsche führt, am Sommerstamm. Er sei froh, dass das Thema bei der Bevölkerung angekommen sei und genauer hingeschaut werde, denn politische Diskussionen und Transparenz seien wichtig. Vizepräsident Thomas Rütsche ergänzt: «Wir wollen uns konstruktiv, aber hartnäckig einbringen. Politik und Wirtschaft dürfen nicht aufeinanderprallen. Sie müssen gemeinsam praktikable Lösungen finden», so der Unternehmer. «Wir brauchen kein Denkmal, sondern eine vielseitig nutzbare Dreifachturnhalle, die unserer Bevölkerung und unseren äusserst aktiven Vereinen nützt», bringt es der langjährige Präsident der Sirnacher Fasnächtler, Marco Meuri, auf den Punkt.

Genau hinschauen, auch wenn das Geld vorhanden ist

Am FDP-Stamm informierte Peter Lenz, weshalb er hellhörig geworden ist, das Gespräch mit dem Gemeinderat suchte und sich seit vergangenem Dezember für einen Marschhalt des mit Gesamtkosten von rund 16 Millionen Franken budgetierten Projektes einsetzt. Der ehemalige Fussballer und Finanzfachmann macht keinen Hehl daraus, weshalb er froh ist, dass die Stimmberechtigten die Vorfinanzierung im Januar an der Urne versenkt haben. Wenig Verständnis zeigt er für den Gemeinderat, der weiterhin auf die in Fachkreisen umstrittene Vorlage setzt und keinen Plan B präsentieren kann. «Über Design kann man streiten. Doch der Nutzen muss im Vordergrund stehen», gibt Peter Lenz zu verstehen und ergänzt: «Das im Wettbewerbsverfahren siegreiche Projekt des Zürcher Architekturbüros mit der rundumverglasten Fassade ist schon aus raumklimatischen Gründen nicht optimal und scheint für Vereinsanlässe auch punkto Raumeinteilung und geplanter Infrastruktur ungeeignet. Selbst wenn es finanzierbar wäre, darf man die Augen nicht verschliessen. Die Stimmberechtigten müssen wissen, weshalb die geplante Dreifachturnhalle mindestens vier Millionen Franken teurer ist als vergleichbare, kürzlich realisierte Projekte mit deutlich mehr Nutzungsmöglichkeiten.»

Zurück auf Feld eins

Aus den regen Diskussionen am Stamm wurde klar, die anwesenden FDP-Mitglieder wünschen sich ebenfalls ein Zurück auf Feld eins. Sie vertreten die Ansicht, dass die bereits investierten Planungskosten nicht verloren sind. Das in den letzten vier Jahren angeeignete Wissen sei durchaus wertvoll, wird von verschiedener Seite betont. Roger Piberauer und Thomas Rütsche versprechen: «Sollten die Sirnacher Stimmberechtigten das Projekt am 26. September tatsächlich bachab schicken, werden wir uns rasch, für die Neulancierung einer Dreifachturnhalle einsetzen.» Vorerst will die FDP jedoch sicherstellen, dass die Bevölkerung transparent über das vom Gemeinderat vorgelegte Projekt informiert wird.