Sommerzeit ist Badizeit. Landauf, landab herrscht an Spitzentagen rund um die Freibäder ein Verkehrsgewusel. Hunderte von Velos, Fussgänger, Parkplatz suchende Automobilisten. Da hilft zuweilen nur: Ein Auge zuzudrücken. Im langjährigen Durchschnitt sind es wenige solcher Spitzentage. Niemand käme auf die Idee, Verkehr- und Parkplatzinfrastrukturen darauf auszubauen. Etwas Chaos gehört zur Badisaison. Dieses Gewusel findet auch bei der Uzwiler Badi statt.

22 Bussen an einem Tag

Dazu kommt, dass eine Buslinie direkt das Schwimmbad bedient, mit eigener Haltestelle. Das Angebot des öffentlichen Verkehrs ist dicht, schreibt die Gemeinde Uzwil in einer Mitteilung. Der Bus befährt im Takt die Flawilerstrasse. Früher war das der Ortsbus, nun eine reguläre Postautolinie. Sie wird mit grösseren Fahrzeugen bedient. Ist die Flawilerstrasse ausserhalb der markierten Felder zuparkiert, ist für den Bus kein Durchkommen mehr, er kann die Anschlüsse nicht mehr gewährleisten.

So etwa passiert vergangene Woche, als die Badi am Mittwoch über 2600 Gäste verzeichnete. 22 motorisierte Badibesucher liessen sich weder von den auffälligen Parkverbotstafeln noch von Hinweisen des Badipersonals davon abhalten, auf der Strasse zu parkieren. Bussen waren die Folge. Gleichzeitig waren auf dem Töbeli-Parkplatz 22 Parkfelder frei. Zu Fuss vom Töbeli in die Badi: Das braucht drei bis vier Minuten.

Pilot auf der Sportstrasse

Nebst dem Postauto führte die Sicherheit der Badibesucher zur Neuordnung. Auf der Flawilerstrasse parkierte Autos führten in der Vergangenheit immer wieder zu kritischen Situationen, wenn Autos auf Trottoir auswichen, um zügig an der Badi vorbei zu kommen. Gleichzeitig herrscht dann intensiver Fussgänger- und Veloverkehr von und zur Badi, sind viele Kinder unterwegs. Erschwerend kommt der Baustellenverkehr der Sonnmatt dazu. „Es braucht nicht zuerst ernsthafte Zwischenfälle. Eine Badi soll vor allem Freude bereiten. Für alle“, schreibt die Gemeinde weiter.

Um die Situation zu verbessern, wurde gleichzeitig mit den Parkverboten die Parkierung auf der Wiese zwischen Friedhof und Sonnmatt neu organisiert. Zusätzlich ist auch vorgesehen, an ausgewählten Spitzentagen die Sportstrasse versuchsweise einseitig zur Parkierung freizugeben. Besteht das Angebot, wird es organisiert und signalisiert, wird mit Hinweistafeln darauf aufmerksam gemacht. (gk/red)