Das Publikum wird eine Wand mit sonderbaren Formen bedeckt vorfinden, die an die Welt der Insekten, Mollusken und Pilze erinnern. Claire Liengme, Gastaustellerin: «Es sind lebensnotwendige Arten, die aus ihrem natürlichen Kontext herausgelöst, den Menschen stören oder sogar abstoßen. Die Art wie sie mit Stecknadeln an der Wand befestigt werden, verweist sowohl auf die Idee der Dekoration einer Jagdtrophäe als auch auf das Opfer der Natur durch den Menschen.»

Karim Haab, ebenfalls Gastausteller, zeigt grosse farbige lebensfrohe Bilder: "In der Kunst ist es für mich wie im Leben. Am Anfang hat man ein gewisses Bild im Kopf. Doch dann beginnt man mit dem Malen und das Bild verändert sich. Man macht Fehler, behebt diese oder merkt, dass der vermeintliche Fehler gar keiner ist und genau dahin gehört, wo er sein soll.»

Georges Radzik, dritter Gastaussteller, bezeichnet sich selber als Quereinsteiger. Der Glaskünstler befasst sich seit über 20 Jahren mit dem Material. Die ausgestellten Objekte sind ein kleiner Ausschnitt seines Schaffens mit dem Titel: Kleine Objekte aus Glas.

Das Team der Galerie Fafou freut sich sehr über die Kollaboration und nutzt den Zwischenraum nicht nur zum Rollenwechsel, sondern wagt auch Neues und Ungewöhnliches. Die Palette der experimentierfreudigen Galeristinnen und Galeristen reicht von Tape-Art, was bedeutet die Kunst wird direkt auf die Wand geklebt, über Malen in Acryl und Teer zu analogen Photoarbeiten auf Zeitungspapier. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. August.