Kurz vor 14.30 Uhr ging am Freitag bei der Kapo der Anruf eines Vaters ein. Seine Kinder hätten bei der Abzweigung Unterschönenwis von der Hauptstrasse in Hoffeld einen Karton mit sieben Zwerghasen gefunden. Die Tiere müssen dort ausgesetzt worden sein, die Kapo sucht denn auch nach Zeugen. Gemäss bisheriger Erkenntnisse dürften die Tiere zwischen 7:30 Uhr und 14 Uhr ausgesetzt worden sein.

Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre

Wer Tiere aussetzt, handelt nicht nur grausam, sondern auch gegen das Gesetz. Gemäss Artikel 26 des Schweizer Tierschutzgesetzes macht sich der Tierquälerei strafbar, wer Tiere aussetzt. So heisst es in Absatz e denn auch: «Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer vorsätzlich: ein im Haus oder im Betrieb gehaltenes Tier aussetzt oder zurücklässt in der Absicht, sich seiner zu entledigen.» So hat die Kapo auch im Fall der Zwerghasen Abklärungen wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen.

Der Schweizer Tierschutz STS rät vor allem im Hinblick auf das Tierwohl dazu, die Ferien so planen, dass auch die Versorgung der «Daheimgebliebenen», in diesem Falle der Haustiere, optimal organisiert sei. Nager beispielsweise könnten gut von Bekannten in der angestammten Umgebung betreut werden, während Hunde am liebsten mit «ihren» Menschen unterwegs seien. Der STS hält zudem fest: Findet man ein möglicherweise ausgesetztes Tier, so sei es erlaubt, dieses vorerst selbst aufzunehmen. Allerdings sei unbedingt Meldung an die kantonale Tiermeldestelle zu machen, damit die Besitzer eventuell ermittelt werden können.

Für die Zwerghasen ist die Sache übrigens glimpflich ausgegangen: Sie fanden bei der Finder-Familie zwischenzeitlich Unterschlupf.


Zeugen gesucht

Die Polizei bittet Personen, die den Zeitraum des Aussetzens der sieben Zwerghasen eingrenzen oder gar Angaben zu Personen machen können, sich beim Polizeistützpunkt Oberbüren zu melden: 058 229 81 00. (kapo / jme)