Unter dem Titel «Gastronomie unterstützen statt behindern» fragt der in Rossrüti wohnhafte Andreas Hüssy, ob der Stadtrat bereit sei, «die bestehenden Regeln im Gastronomiebereich mit Augenmass umzusetzen und beispielsweise die vorübergehende Errichtung von Zelten auf Terrassen ohne Baubewilligung zu ermöglichen?»

Im Weiteren will der selbst in Gastrobereich Tätige wissen, ob die Stadtregierung bereit sei, den Restaurants eine generelle Ausnahmebewilligung für den Betrieb von Heizstrahlern und Heizpilzen im Aussenbereich während der kalten Jahreszeit zu erteilen.

Temporäre Überbrückungshilfen

Die Schweizer Gastronomiebetriebe seien von den Massnahmen gegen die Corona- Pandemie besonders stark betroffen, schreibt Hüssy. «Während einige Restaurants ihren Betrieb bereits definitiv eingestellt haben, kämpfen die meisten anderen mit sinkenden Umsatzahlen und damit um ihr wirtschaftliches Überleben.» Die Härtefallentschädigungen seien lediglich als temporäre Überbrückungshilfe gedacht und können den Normalbetrieb nicht ersetzen.

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Stadtparlamentarier Andreas Hüssi präsidiert die SVP Wil. (Foto: zVg)  

Hüssy verweist auf die Zahlen von GastroSuisse, dem Verband für Hotellerie und Restauration in der Schweiz. Gemäss diesem haben über 80 Prozent der gastgewerblichen Betriebe aufgrund der Ausweitung der Zertifikatspflicht Umsatzeinbussen erlitten. «46 Prozent dieser Betriebe verzeichnen einen Umsatzrückgang von mehr als 30 Prozent.»

Betriebe in Kleinstädten betroffen

Am stärksten betroffen sind laut dem Politiker die Betriebe in ländlichen Regionen und kleineren Städten, wo zahlreiche, insbesondere von Familien geführte Restaurants ihre finanziellen Reserven aufgebraucht haben.

Bedienung auf Aussenterrasse

In seiner Anfrage appelliert der SVP-Mann: «Aufgrund dieser kritischen Situation sollte auch die Stadt Wil alles unternehmen, um den Gastronomiebetrieben ihre Arbeit zu erleichtern.

Dazu gehört unter anderem, praxisorientierte Bedingungen zu schaffen, damit Personen ohne Corona-Zertifikate auf den Aussenterrassen der Restaurants auch in den Wintermonaten bedient werden können.»