Die Wiler Genossenschaft für Alterswohnungen ist auf Erfolgskurs. Ob sich die Genossenschaft beim Quartierzentrum Bronschhofen engagiert, steht nicht fest. Diese Woche werden die Medien informiert. Der 49. Versammlung im Hof zu Wil folgten 19 Genossenschafter.Aktuell prüft der Verwaltungsrat die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der Thurvita AG beim Quartierzentrum Bronschhofen. Das Projekt „Confratelli“ umfasst 34 Alterswohnungen. Jetzt stellt sich die Frage: Soll sich die Genossenschaft finanziell daran beteiligen? Im Detail ging Bruno Gähwiler, Präsident des Verwaltungsrates, in seinem Jahresbericht nicht auf den Stand der Verhandlungen ein. Auf Nachfrage einer Genossenschafterin erläuterte er jedoch: „Die Thurvita AG will Generalvermieter sein, dann würden wir die Rolle des Untervermieters übernehmen und das ist für uns denkbar – allerdings nur über eine lange Frist.“ Mehr war ihm nicht zu entlocken.

Lange Warteliste
Es war der erste Jahresbericht, den Bruno Gähwiler als Präsident präsentierte, nachdem er vor 30 Jahren als Aktuar in den Verwaltungsrat gewählt worden war. Die Genossenschaft hat 198 Alterswohnungen im Portefoille. „Unser Angebot ist in Wil nicht mehr wegzudenken, sind wir doch der einzige Anbieter von Alterswohnungen in der Stadt.“ Die Warteliste sei Ausdruck dieser Tatsache. Gleichzeitig sei es Aufgabe des Verwaltungsrates langfristig das Angebot von „Wohnen mit Service im Alter“ sicherzustellen, vor dem Hintergrund, dass die Menschen älter werden. Vor diesem Hintergrund hatte er das Engagement beim Quartierzentrum Bronschhofen angesprochen.

33 Neuvermietungen
Den Bericht der Verwaltung präsentierte Willi Helg. Seine zentrale Aussage betstätigte Bruno Gähwiler. „Dieses Jahr wurden bereits zehn Mietverträge abgeschlossen und aktuell ist eine Wohnung frei.“ Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings auch, dass vor allem Zwei- bis Dreizimmerwohnungen gefragt sind, Einzimmerwohnungen stehen weniger hoch im Kurs. So konnten 2016 23 Neuvermietungen vorgenommen werden. Das Durchschnittsalter der Mieterinnen und Mieter lag bei knapp über 73 Jahren.

Verwaltungsrat wiedergewählt
2017 war für den Verwaltungsrat ein Wahljahr. Bruno Gähwiler, Armin Eugster, Hans Osterwald, Dario Sulzer, Irene Blättler, Willi Helg stellten sich alle zur Wiederwahl – und wurden bestätigt. Neu ist ebenfalls, dass Willi Helg Einsitz in die „Kommission für Gesundheit, Alter, Behinderung Einsitz“ nimmt, welche durch Stadtrat Dario Sulzer präsidiert wird. „Diese Vertretung ist in Anbetracht unserer einzigartigen Dienstleistungen mehr als gerechtfertigt“, sagte Bruno Gähwiler, der sich auf die nächste Generalversammlung freut – es ist die 50-zigste.

Über 18'000 Franken Gewinn
Das Geschäftsjahr 2016 war für die Wiler Genossenschaft für Alterswohnungen finanziell erfolgreich. Der Jahresgewinn belief sich auf über 18'000 Franken, dazu kommt der Gewinnvortrag von fast 4000 Franken. So konnten die 19 Genossenschafterinnen und Genossenschaft im Hof zu Wil über die Verwendung von über 22'000 Franken entscheiden. Das Genossenschaftskapital wird mit 0.875 Prozent verzinst. Davon profitieren 64 Genossenschafter.

Der Buchwert aller Liegenschaften beläuft sich auf rund 18,6 Millionen Franken, der Steuerwert – auf Grund der amtlichen Verkehrswertschätzung – auf rund 43,5 Millionen Franken. Das lasse auf eine vorsichtige Bilanzierung schliessen. Nicht unterschätzt werden darf die Bedeutung, dass die Genossenschaft der höchsten Ratingkategorie zugeteilt wurde, durch die Emissionszentrale für gemeinnützige Wohnbauträger Olten.