Mehrere Jahrzehnte war die Galerie zur alten Bank nun an der Henauerstrasse 20 zuhause. Für neue Ausstellungsformen und die Weiterentwicklung hat jener Standort aber zu wenig Potential. Zudem ist die Lage zu wenig prominent. Nun musste ein neues Zuhause für die Galerie gefunden werden. Denn die Sozialen Dienste als Hauptnutzer der Henauerstrasse 20 verlassen die Liegenschaft. Sie steht zum Verkauf.

Und so mietet die Gemeinde ihre Galerie neu ein, und zwar an der Bahnhofstrasse 77 in Uzwil – vormals Jeamona Mode. Für die Umbau- und Anpassungsarbeiten unterbreitet der Gemeinderat der Bürgerversammlung von Ende November einen Bruttokredit von 200‘000 Franken. Die Vermieterin hat sich im Rahmen der Vertragsverhandlungen bereit erklärt, an die Umbaukosten einen Beitrag zu leisten. Das reduziert die Investitionskosten auf 180‘000 Franken netto. Im aktuellen Uzwiler Mitteilungsblatt ist zu lesen: «Um ein alternativ geprüftes Ladenlokal als Galerie einzurichten, hätte die Gemeinde etwa 300‘000 Franken investieren müssen. Die Vermieterin hätte sich nicht an den Kosten beteiligt.» Läuft alles wie geplant, eröffnet die Galerie ihre Saison 2019/2020 nach der Sommerpause am neuen Standort. Bis dahin wird der Ausstellungsbetrieb in den bisherigen Räumen an der Henauerstrasse weitergeführt.

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Voraussichtlich noch bis im kommenden Sommer ist die Galerie hier an der Henauerstrasse 20 eingemietet.


Dienstleistungsunternehmen zeigt Interesse

Die Gemeinde hat also keinen Verwendungszweck mehr für die Henauerstrasse 20 und veräussert sie. Kauf-Interessenten wurde mit auf den Weg gegeben, dass nicht jede Art von Nutzung denkbar ist. Wörtlich damals: «Die Gemeinde sucht eine Nutzung, die das Zentrum von Niederuzwil bereichert. Unvorstellbar ist etwa ein Imbiss-Lokal.» Der Verkauf der Henauerstrasse 20 sei auf gutem Wege, lässt die Gemeinde im Mitteilungsblatt verlauten. Die potentielle Käuferin – es handelt sich um ein etabliertes Dienstleistungsunternehmen – will die Liegenschaft erwerben und das Haus als Bürohaus nutzen. Welches Unternehmen es ist, verrät die Gemeinde erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist. (gk/sdu)