Die neueste Fee in der Hinterthurgauer Fasnachts-Hochburg Sirnach ist 25-jährig, blond und hat braune Augen – und sie heisst Joy Kayser. Sie ist die Muschelfee der Sirnacher Fasnacht 2020 und wird am «Schmutzigen Donnerstag» (20. Februar) von Gemeindepräsident Kurt Baumann das Muschelgeschmeide umgehängt bekommen. Für sechs Tage führt sie dann die Gemeinde unter dem Motto «Superhelden».

Doch wer ist Joy Kayser? Von Beruf ist sie gelernte Innenarchitektin und bezeichnet als ihr grösstes Hobby die Sirnacher Fasnacht. Das wurde ihr in die Wiege gelegt, haben doch schon ihre Eltern viele Jahre bei den Sirnacher Fasnachts-Vorbereitungen mitgewirkt. «Schnell wurde so die fünfte Jahreszeit die schönste Zeit im Jahr für uns. Ich habe bis jetzt keine Sirnacher Fasnacht verpasst. Und das wird in Zukunft wahrscheinlich auch nicht passieren», sagt die neue Muschelfee. Mit 17 Jahren wurde sie bereits Muscheldame und trat 2015 in den Sifa-Vorstand ein. Seit drei Jahren leitet sie Sifa-Beiz. Zu den Plänen für den Schmutzigen Donnerstag sagt sie: «Ich lasse es in diesem Jahr einfach auf mich zukommen. Normalerweise lege ich noch die letzten Handgriffe in der Sifa-Beiz an. Wahrscheinlich werde ich aber mehr damit beschäftigt sein, meine Nervosität in Schach zu halten. Sicher werde ich jedoch nach der Eröffnung mit meiner Muschel-Crew auf Beizen Tour gehen.»

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Schmunzelt der Fasnacht entgegen: Die neue Muschelfee, Joy Kayser, zusammen mit Sifa-Präsident Marco Meuri.


Sifa hält am Konzept fest

Die Sirnacher Fasnächtler werden auf die kommende Fasnacht das Konzept nicht verändern. Alle bekannten Lokale stehen den Besuchern in gewohnter Form zur Verfügung. Zudem finden auch alle gewohnten Anlässe (Eröffnung, Guggenacht, Umzug, Rasslette, U19, Narrengottesdienst, Kindermaskenball, Füürlizapfe-Verbrennung) wie gewohnt statt. Am Umzug am Fasnachts-Samstag werden rund 60 Gruppen erwartet, womit die Sifa weiterhin zu den grössten Fasnachten der Ostschweiz zählt.

Einen Vorgeschmack gab es schon einmal am Montagabend, als Joy Kayser im Rahmen der Fasnachtseröffnung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Dies geschah traditionell im Dreitannen-Saal bei einem Guggentreffen.