Die Aktion hat ihren Ursprung in Rapperswil-Jona. Mehrere Gemeinden am Zürichsee haben am vergangenen Donnerstag für drei Wochen die Schweizer Fahne aufgezogen. Die Beflaggung soll ein Zeichen für Solidarität und Zusammenarbeit sein und all jenen Dank ausdrücken, die jetzt Zusätzliches, Besonderes und Unverzichtbares leisten. Dazu gehören Mediziner und Pflegepersonal, Mitarbeiter in der Lebensmittelversorgung in den ganzen Lieferketten, die Angestellten in den vielen öffentlichen Diensten wie Strom- und Wasserversorgung, Abfall, Abwasser, Verkehr, Sicherheit, Schule, Kinderbetreuung und Kommunikation. Sie alle tragen dazu bei, dass das eingeschränkte Leben dennoch möglichst reibungslos und störungsfrei ist.

Auch die Gemeinden Uzwil und Flawil beteiligen sich, um ein Zeichen zu setzen. Am Flawiler Gemeindehaus hängt seit Montag eine grosse rotweisse Fahne. Ebenfalls seit Montag flattert statt der Uzwiler Fahne das Schweizer Kreuz auf dem Gemeindehaus von Uzwil. «Es gibt diese Idee der Solidarität. Man könnte nun lang und breit darüber diskutieren und überlegen, ob man mitmacht. Unsere Prioritäten sind anders, es ist nicht die Zeit dafür. Es gibt die Idee. Ein Zeichen der Solidarität. Warum nicht? Also ist die Fahne oben.»

Darum verzichtet Wil

Nicht alle machen bei dieser Aktion mit. Die Stadt Wil verzichtet zum Beispiel auf das Aufziehen von Fahnen. «Die Beflaggung wird in Wil zum Beispiel bei Feiertagen gehisst. Oder dann auf Halbmasst gesetzt bei traurigen Ereignissen. Ausschliesslich als Solidaritätsbekundung möchten wir keine Flaggen hissen», sagt Stadt-Wil-Sprecherin Cristina Roduner auf Anfrage von hallowil.ch. Die Stadt Wil setze auf verschiedene Massnahmen und Unterstützungsangebote. Dazu gehöre auch der Bestellservice für den Wochenmarkt, der mittlerweile auf über 220 Produkte angewachsen ist», sagt Cristina Roduner.

Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, die Fahnen zu hissen. Eine Stichprobe am Dienstagmittag in Uzwil und Flawil zeigte aber, dass man noch weit davon entfernt ist, Verhältnisse wie während einer Fussball-WM zu haben. Die Frage nun: Eine gute Aktion? Machen Sie mit bei der Online-Abstimmung.