Für die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil hätte es das Fest des Jahres werden sollen: das Einweihungsfest der neuen Umfahrungsstrasse, die am 17. September dem Verkehr übergeben werden soll. «Daraus wird nun leider nichts», sagt Gemeindepräsident Karl Brände im aktuellen Mitteilungsblatt. Aufgrund der Corona-Vorgaben des Bundesrats werde es wohl noch längere Zeit dauern, bis Grossveranstaltungen mit einigen tausend Leuten wieder zugelassen werden. Deshalb habe sich das OK des Umfahrungsfestes «schweren Herzens entschieden», die geplante Feier vom 29. und 30. August abzusagen. Die Gemeinde hat vor der Absage bis zu 5000 Besucher – verteilt auf die beiden Festtage – erwartet. Und weil die weiteren Vorgehensschritte des Bundesrates aus dem Lockdown nicht vorhersehbar sind, kommt für die Gemeinde keine Verschiebung der Veranstaltung nicht in Frage.

Beim grossen Umfahrungsfest stand eine Festmeile mit 60 Marktständen auf dem Programm. «Festzelte mit Unterhaltungsprogrammen waren geplant», sagt Brändle, «Stände mit Street Food, Animation und Spielen sollten ebenso aufgebaut werden.» Aber nicht nur das: ein Infotunnel über die Baugeschichte, Kinderprogramme mit Globi-Energieshow, Schatzsuche, Foxtrail, Streetathlon, Kidsathlon. «Diverse Vereine hatten sich bereit erklärt, am Fest einen Stand oder ein Beizli zu betreiben.» Zum zweitägigen Programm hätten ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag und ein grosser Familienbrunch im Festzelt sowie ein sogenanntes Open Street – freie Fahrt für den nichtmotorisierten Individualverkehr auf der ganzen Umfahrungsstrasse – gehört.

Alternative noch nicht beschlossen

«Die Absage ist sehr schmerzlich», so Gemeindepräsident Brändle. Aber: «Dennoch besteht kein Grund zur Trauer.» Die Gemeinde blickt dem 17. September mit Freude entgegen. Schliesslich könne die Umfahrungsstrasse nach einer langen Geschichte eröffnet werden und damit die Dörfer Bütschwil und Nietfurt vom «grossen und gefährlichen Durchgangsverkehr» befreit werden könne. Deshalb möchte das OK des Umfahrungsfestet nach Angaben von Brändle der einheimischen Bevölkerung dennoch ermöglichen, vor der offiziellen Eröffnung auf der Umfahrungsstrasse flanieren zu können und das vom Verkehr noch unberührte Strassenstück in Besitz zu nehmen. «Wie und in welcher Form dies stattfinden wird, hängt wesentlich von den Lockerungsmassnahmen des Bundesrates und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten ab», so Brändle. Es werde zu gegebener Zeit wieder informiert. (pd)