Wer an einem Wettbewerb teilnimmt, ist ehrgeizig und will gewinnen. Beim Gemeinde-Duell steht aber sozusagen der olympische Gedanke im Vordergrund: Mitmachen ist wichtiger als Siegen. Angestrebt wird Nachhaltigkeit. Möglichst viele Personen in den teilnehmenden Gemeinden sollen sich zu sportlichen Aktivitäten animieren lassen. Und das nicht nur einmal während der Bewegungswoche, sondern möglichst dauerhaft.

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Die Gemeindepräsidenten Lucas Keel von Uzwil, Cornel Egger von Oberuzwil und Stefan Frei von Jonschwil werden von der kantonalen Präventivmedizinerin Karin Faisst befragt.


Jonschwil mit fulminantem Start

Am Freitagabend wurde der Auftakt zum Gemeinde-Duell mit einer gut einstündigen Wanderung zum Sportplatz Niederstetten gesetzt. Die Uzwiler, 71 an der Zahl, besammelten sich beim Bahnhof. 105 Oberuzwiler marschierten beim Platanenhof los. Vom weitaus weniger bevölkerungsreichen Jonschwil-Schwarzenbach nahmen 194 Personen teil. Damit haben Uzwil und Oberuzwil zusammen weniger Bewegungsminuten gesammelt als Jonschwil. Dabei gilt es zu bedenken, dass die Bewegungsminuten von Jonschwil mit dem Faktor fünf multipliziert werden. Die Devise müsste deshalb heissen: Hopp Uzwil!

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Gemeinsam unterwegs. Diese Gruppe aus Uzwil nähert sich dem Sportplatz Niederstetten. In der Bewegungswoche sollten solche Bilder häufig anzutreffen sein.

Fröhliches Gemeinschaftsfest

Die rund 300 Wanderer aus den drei Gemeinden brachten Stimmung auf den Sportplatz Niederstetten. Ihre Anstrengung wurde von den Gemeinden mit einer Grillwurst belohnt. Natürlich wurde diese von den meisten in der Festwirtschaft mit einem Getränk genossen. Aber weil es ja um Bewegungsminuten ging, wurde auch der eigens für die Bewegungswoche geschaffene Tanz vorgezeigt. Nachher wurden auch die Wanderer zum Mittanzen aufgefordert. Ausserdem warteten Jugendorganisationen mit Bewegungsspielen auf, welche besonders bei Kindern Zuspruch fanden.

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In der Festwirtschaft wurden SpeisIn der Festwirtschaft wurden Speise und Trank genossen und die Gemeinschaft gepflegt.e und Trank genossen und die Gemeinschaft gepflegt.

Wie sich Gemeindepräsidenten bewegen

Gleich nach dem Eintreffen der Wanderer aus den drei Gemeinden wurden die Gemeindepräsidenten zum Interview auf die Bühne gerufen. Karin Faisst, Präventivmedizinerin des Kantons St. Gallen, befragte sie. Für einmal mussten sie nicht erklären, was sie bewegt und umtreibt, sondern wie sie sich bewegen. Natürlich mit der Absicht zu ergründen, was sie für ihre Gesundheit und Fitness unternähmen.

Stefan Frei, Gemeindepräsident von Jonschwil, wartete mit der eindrücklichsten sportlichen Angabe auf. Sein Jahresziel ist es, 100'000 Höhenmeter zu erklimmen. Momentan sei er bei 39'000 Höhenmetern und damit auf Kurs. Für die noch fehlenden Höhenmeter wird er unter anderem in den Himalaja fahren. Im Rahmen des Gemeinde-Duells leitet er eine Wanderung auf den Wildberg und eine Bergwanderung auf den Gonzen.

Gemeindepräsidenten hätten sowieso einen bewegten Alltag, stellte Karin Faisst fest. Cornel Egger, Oberuzwil, führte als einen Aspekt an, nie einen Lift zu benutzen und sich auch im Gemeindehaus konsequent auf den Treppen zu bewegen. Am Sonntag wird er am Open-Street-Anlass des Gemeinde-Duells anwesend sein

Lucas Keel, Uzwil absolviert jeden Morgen ein Turnprogramm. Den Aufstieg vom Eingang des Gemeindehauses bis zu seinem Büro im fünften Stock bewältigt er in einer Minute und fünfzehn Sekunden. Ausserdem will er in diesem Jahr 10 Kilometer unter 50 Minuten laufen. Jeden Montag nimmt er an einer Sportstunde mit Verwaltungsangestellten und der Polizei teil.