Gute Neuigkeiten für die Bewohner von Ettenhausen und Iltishausen in der Gemeinde Aadorf. Die am Donnerstagnachmittag kommunizierte Warnung vor mikrobiologisch verunreinigtem Trinkwasser ist nicht mehr aufrecht – und wäre gar nicht nötig gewesen. Dies hat sich am Freitag herausgestellt. «Das Wasser war zu keinem Zeitpunkt verschmutzt. Es haben an verschiedenen Orten Nachmessungen und Proben stattgefunden und es wurden keine Kolibakterien festgestellt. Keine Probe musste beanstandet werden», sagt Aadorfs Gemeindepräsident Matthias Küng am Freitagnachmittag zu hallowil.ch.

Doch warum hat die Gemeinde am Donnerstag mit Flugblättern vor verschmutztem Trinkwasser in den beiden Weilern gewarnt? «Wir gehen heute davon aus, dass die Verunreinigung bei der Entnahme der Probe entstanden ist. Dabei muss ein Zwischenstück erhitzt werden, um es steril zu machen. Dabei könnte es passiert sein», sagt Küng. Somit kann das Wasser nun wieder bedenkenlos getrunken und für andere Aktivitäten wie Kochen oder Waschen verwendet werden. Interessant: Küng bekam am Donnerstag mehrere Anrufe von Leuten, die über Durchfall klagten. «Eine solche Meldung von verunreinigtem Wasser macht Angst. Oder es könnte an der Grippewelle liegen», mutmasst Küng.

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Aadorf informiert über verunreinigtes Wasser (6.2.20)

Wohnen Sie im Hinterthurgau in den Weilern Ettenhausen und Iltishausen? Dann sollten sie bis auf Weiteres kein Leitungswasser mehr trinken. Denn dieses ist mikrobiologisch verunreinigt. Die Gemeinde Aadorf, zu welcher diese beiden Weiler gehören, teilte dies am Donnertag mit und hat am gleichen Nachmittag ein Flugblatt mit Verhaltenstipps gestreut.

Die Gemeinde empfiehlt, Leitungswasser nicht zu trinken und nicht für Medikamenteneinnahme oder zum Zähneputzen zu verwenden. Zudem soll das Leitungswasser nicht zur Herstellung und Behandlung von Lebensmitteln – zum Beispiel beim Salatwaschen – verwendet werden. Auch zur Reinigung von Lebensmittelgefässen soll das Wasser nicht mehr gebraucht werden. Ferner seien die Haustiere nicht mit Leitungswasser zu versorgen.

Grund noch nicht bekannt

Die Gemeinde gibt folgende Empfehlungen ab: Leitungswasser bei kräftigem Sprudeln abkochen, damit es wieder als Trinkwasser verwendet werden kann. Zudem sollen der Geschirrspüler mit dem höchsten Temperaturprogramm laufen gelassen werden. Die letzte Spülung von Lebensmittelgefässen soll mit Heisswasser von mindesten 72 Grad erfolgen.

Die Gemeinde empfiehlt weiter, zum Trinken und als Säuglingsnahrung Mineralwasser zu verwenden. Sollte man binnen 48 Stunden hohes Fieber, Durchfall oder Erbrechen erhalten, ist ein Arzt aufzusuchen. Gegenüber der Thurgauer Zeitung sagt Aadorfs Gemeindepräsident Matthias Küng, dass man im schlimmsten Fall etwas Bauchschmerzen erhalten würde, wenn man das Wasser trinke. Was der Grund ist für die Verunreinigung, ist laut der Zeitung noch nicht klar. Genau so wenig steht fest, wie lange der neue Ist-Zustand dauert. Er kann aber mehrere Tage aufrecht bleiben. Man arbeite mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben, heisst es. (sdu/gk)