Die Gemeinde Wilen will Unternehmen, die wegen der Corona-Krise in die Notlage geraten sind, finanziell unterstützen (hallowil.ch hat im Corona-Ticker darüber berichtet). So hat der Wilener Gemeinderat kurz vor Ostern entschieden, von seiner in der Gemeindeordnung festgelegten Kompetenz Gebrauch zu machen, ausserhalb des Budgets maximal 30 000 Franken für einen Einzelfall und 100 000 Franken gesamthaft pro Jahr zur Verfügung zu stellen. Nach Angaben der Gemeinde sind die Beiträge, die ausgesprochen werden, vom erzielten Einkommen der Vorjahre abhängig. Unternehmen, die aber Unterstützungsgeld von Bund und Kanton erhalten, bekommen von der Gemeinde keine Unterstützung. Doch bisher stösst das Angebot für Corona-betroffene Kleinst- und Mittelunternehmen nicht auf grosses Interesse. «Bis heute sind keine bewilligungsfähigen Gesuche eingegangen», sagt Kurt Enderli, Willens Gemeindepräsident, auf Anfrage von hallowil.ch. Warum bisher keine Gesuche von lokalen Betrieben eingegangen sind, kann sich Enderli nicht erklären: «Ich kenne die Gründe nicht und ich möchte auch nicht mutmassen.»

Wiler SVP will auch Unterstützung bieten

Die Corona-Krise wird verheerende Folgen für die Unternehmen in der Region haben – davon ist die SVP der Stadt Wil überzeugt: von finanziellen Konsequenzen über Konkurs bis hin zu Entlassung von Personal. Und deshalb hat sie bereits den zweiten Vorstoss ins Leben gerufen. Denn die Wiler Volkspartei denkt, dass es neben den Geldern von Bund und Kanton auch finanzielle Unterstützung für Corona-Härtefälle durch die Äbtestadt braucht. Gegenüber hallowil.ch hat die SVP erklärt, dass die Gefahr besteht, dass es trotzdem Einzelfälle geben wird, die weder vom Bund noch vom Kanton Unterstützung bekommen werden. (red)