Gemeindepräsident Alexander Bommeli wies darauf hin, dass die Bauten - teils aus den Jahren 1963 bis 1991 - eine Sanierung dringend notwendig hätten. Es gebe auch Bedarf für bauliche Anpassungen im Bereich Brandschutz und Sicherheit.

Urs Fäh von den HAB-Architekten Flawil stellte das Sanierungsprojekt im Detail vor. Vorweg wies er darauf hin, dass sich am Gebäudegrundriss nur wenig ändere. Die Sanierung des Gemeindehauses beschränke sich auf Arealfläche von 2000 der total 4000 Quadratmeter. Die angrenzenden Gebäude wie Wohnung und früheres Feuerwehrdepot seien nicht Teil des Projektes. Im Rahmen des Projektes wird es auch eine Prüfung des Verkehrsregimes geben zum Bereich Zu- und Wegfahrt.

Fäh nannte die energetische Erneuerung mit Wärmedämmung bei der Fassade und den Ersatz der Fenster als vordringlich, was die Heizkosten um 25 Prozent reduzieren werde. Dazu gehört auch der Ersatz der Sanitär- und Elektro-Installationen. Baulich gebe es Korrekturen in der Aufhebung des zweiten Eingangs (links), Brandschutzmassnahmen zum Treppenhaus in die Ober- und Untergeschosse. Korrekturbedarf gebe es räumlich bei den Büros, um die Diskretion Kunde-Personal zu verbessern.

Alternativ-Energien

Eine Zusatzinstallation ist mit dem Einbau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach vorgesehen. Die bestehende Gasheizung soll durch eine Wärmepumpenanlage ersetzt werden. Offen ist, ob es eine Anlage mit Erdsonden oder Aussenanlage sein wird.

Zu den Kosten wurde eine Sanierung über 2,9 Millionene Franken den Kosten von 6,28 Millionen für einen Neubau gegenübergestellt. Ein Neubau, gemessen an der noch guten Bausubstanz und den hohen Kosten, wäre nach Fäh unverhältnismässig. Aus diesen Gründen habe sich der Gemeinderat für die Sanierung entschieden, wie Bommeli informierte. Aus dem Bauvorhaben werde s keine Steuerfusserhöhung geben.

Projektablauf

Die Bürgerschaft entscheidet an der Bürgerversammlung im Frühjahr über den Sanierungskredit. Im Verlauf 2020 läuft die Planung, um im Frühjahr 2021 mit den baulichen Arbeiten zu starten.

Die Gemeindeverwaltung wird während der baulichen Phase von rund sechs Monaten im Raum MZG-Neudorf installiert. Teils im Saal Obergeschoss und allenfalls notwendigen Containern auf dem Areal.