Im ersten Anlauf hatte es der Nachtrag zur Gemeindeordnung nicht geschafft. Der überarbeiteten Fassung mit Volkswahl des Schulratspräsidenten und Unterstellung der Leitung Volksschule unter das Schulratspräsidium ist nun ebenso diskussionslos zugestimmt worden wie der Jahresrechnung 2017 mit einem Einnahmenüberschuss von fast 2,3 Millionen Franken und dem Budget 2018 mit einem Defizit von gut einer halben Million Franken bei gleichbleibendem Steuerfuss von 129 Prozent.Oberuzwil zählt 4141 stimmberechtigte Bürger. 297 oder 7,2 Prozent haben an der Bürgerversammlung teilgenommen.

Werbung für das Gemeindeduell
Nach dem musikalischen Auftakt mit dem von Oberstufenschülern aufgeführten Bewegungstanz orientierte Gemeinderätin Caroline Bartholet über die Bewegungswoche «oberUZWILbewegt». Das Gemeindeduell zwischen den Gemeinden Uzwil/Oberuzwil und Jonschwil wird vom 25. Mai bis 2. Juni 2018 durchgeführt. Caroline Bartholet appellierte an alle, sich aktiv zu beteiligen und verwies auf die detaillierten Informationen auf der Homepage der IG Sport der Region Uzwil.

Das Jahr 2017 im Rückblick
Gemeindepräsident Cornel Egger blickte einleitend auf bedeutende Ereignisse des letzten Jahres zurück. Als erstes erwähnte er die Wiedereröffnung des Hallenbades nach gelungener Gesamterneuerung im Aufwand von rund 6 Millionen Franken. Sehr gefreut habe ihn auch das Ja der Stimmbürger zu Teilprojekten zur Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Breite. Die Realisierung befinde sich auf guten Wegen.

Auf Ende Jahr ist Thomas Müller aus dem Gemeinderat zurückgetreten. Cornel Egger würdigte die Verdienste in der 13jährigen Amtszeit als Vorsteher des Ressorts Wirtschaft. Sein Nachfolger Patrick Schätti habe sich bereits gut in der Gemeindebehörde eingelebt.

Einblick in die Schule
Schulpräsident Roland Waltert sprach über wichtige Ereignisse und Vorhaben im Schulbereich. Der Schulalltag werde in Oberuzwil und Bichwil interessant gestaltet und weise mit sportlichen Anlässen, Projektwochen, Theateraufführungen und Lagern immer wieder Höhepunkte auf. Der Schulrat habe die Strategie für die nächsten Jahre festgeschrieben und die Schwerpunkte für die Legislatur definiert.

Die Einführung des Lehrplans 21 sei ruhig verlaufen, aber noch nicht abgeschlossen. Mit der Sanierung und Erweiterung des Hauses 1 in der Breite sei ein grosser Schritt gemacht worden. Nach der Wiedereröffnung des Hallenbades habe auch der Schwimmunterricht wieder aufgenommen werden können. Ein voller Erfolg sei das «Lernschloss» für nicht schulreife Kinder nach dem zweiten Kindergartenjahr. Es werde weitergeführt. Ein besonderes Augenmerk wolle man zusammen mit anderen Beteiligten auf die Förderung der Sprachkompetenz richten, und zwar im Vorschulalter bezogen auf die deutsche Sprache.

Natürlich erwähnte Roland Waltert auch die nun überarbeitete Gemeindeordnung, und in der Folge dann die Schulordnung, welche für die heutige Praxis die rechtliche Grundlage schaffe.

Rückläufige Zahl der Musikschüler
Nachdem zu keinem ordentlichen Geschäft ein Wortbegehren gestellt wurde, meldete sich Urs Lenz in der allgemeinen Umfrage. Seine Sorge galt der rückläufigen Zahl der Musikschüler. 55 Musikschüler weniger als im Vorjahr gebe zu denken. Er frage sich, ob die Gründe im Desinteresse der Jugendlichen, im passiven Verhalten der Musikschule oder vielleicht in zu teuren Lektionen lägen.

Cornel Egger zeigte auf, dass das Problem erkannt sei und Gegenmassnahmen getroffen würden. Neben Instrumentenvorstellungen und Beratung sowie verstärkter Öffentlichkeitsarbeit seien Bläserklassen und eine Bläserwerkstatt geplant.

Wasserpreis ist reduziert worden
Werner Nützi, Vizepräsident des Verwaltungsrates der Wasserkorporation Uzwil, brachte die durch ihn in Abwesenheit von Präsident Armin Bachofner geleitete Versammlung in Rekordzeit über die Bühne. Diskussionslos wurden Geschäftsbericht, Jahresrechnung und Budget gutgeheissen. Nach Abschluss des Gesamtprojektes zur Erneuerung und Vernetzung der Wasserversorgungsanlagen steht die Korporation finanziell gut da. Das hat ihr erlaubt, die Konsumgebühr pro Kubikmeter Wasser von 90 auf 80 Rappen zu senken.

Im abgelaufenen Jahr habe es keinen Leitungsbruch und keine ausserordentlichen Aufwendungen gegeben. Pro Tag seien rund 1000 Kubikmeter Wasser abgegeben worden, was etwa 400 Tanklastwagen entspreche.

Der in den Gemeinderat gewählte Patrick Schätti ist aus dem Verwaltungsrat der Wasserkorporation zurückgetreten und mit einem Geschenk verabschiedet worden.