14 junge Frauen und 7 Männer aus Niederhelfenschwil, Zuckenriet und Lenggenwil empfingen das Firmsakrament und bekannten sich damit zum christlichen Glauben. Zu den Klängen der Musig Lenggenwil zogen Priester, Minis und Firmlinge vom Mehrzweckgebäude her in die barocke, von der Messmerfamilie Süess liebevoll geschmückte Johannes-Kirche ein. Die Teilnehmenden am Festgottesdienst erlebten eine fröhliche, hoffungsvolle Feier, eindrucksvoll gestaltet von den Firmandinnen und Firmanden zusammen mit Diakon Primo Grelli und dem langjährigen Firmbegleiter Andreas Stauffacher.

Junge Menschen machen Hoffnung
In den Begegnungen mit vielen jungen Menschen durfte Generalvikar Guido Scherrer immer wieder die Erfahrung machen, dass junge Christinnen und Christen überzeugen, wo Erwachsene Zweifel haben, bereit sind Verantwortung zu übernehmen, einander zu verstehen und aufeinander zuzugehen. «Pfingsten hat dies wahrgemacht», betonte er. Bei allen Begabungen komme es vor allem auf die Herzenssprache an, das richtige Wort zu finden, wo Not sei, wo sich Menschen alleinfühlten, Zuwendung suchten. Die jungen Leute möchten nicht mit dem Pessimisten sehen, dass Saat auf Steine fällt und nicht aufgehen kann, sondern positiv denken und handeln, guter Boden sein für das Umfeld.

Die sieben Gaben des Heiligen Geistes
Das betonten die Neugefirmten: Sie wollen gemeinsam unterwegs sein und das Bewusstsein geniessen, dass sie der Heilige Geist mit seinen Gaben Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Frömmigkeit und Gottesfurcht unterstützt. Sie möchten als Mensch für Menschen und für Gott da zu sein. Sie wollen keine Mauern errichten, sondern einreissen, helfen, wo Leid vorhanden ist, Hoffnung bringen, wo Verzweiflung herrscht, Verantwortung in Kirche und Gesellschaft tragen, sich einsetzen für Gerechtigkeit und Frieden, sich immer mehr bewusst werden, dass Gott grösser ist als alle menschlichen Vorstellung, dass seine Liebe all unser Begreifen übersteigt.

Firmversprechen
Die Firmung ist eines der sieben Sakramente – der Anfang eines neuen Lebensabschnittes. Darauf haben sich die 21 jungen Erwachsenen während einem Jahr intensiv vorbereitet. Stellvertretend für alle lasen vier Firmlinge das Firmversprechen, bevor sie gemeinsam das Taufbekenntnis erneuerten, das seinerzeit die Paten und Eltern übernommen haben. Zur Firmung trat die Firmandin, der Firmand zusammen mit dem Firmpaten vor den Generalvikar. Für jede und jeden fand er persönliche Worte und dankte den Paten für ihr Engagement. Eindrückliche Fürbitten, Gedanken und Wünsche rundeten den Gottesdienst ab, der in vielen Menschen lange nachhallen wird. Guido Scherrer war beeindruckt von den vielen Talenten, vor allem aber darauf, dass sie öffentlich gezeigt wurden.

Musikalische Leckerbissen
Nicht nur beeindruckende Worte, sondern auch Musik prägten die Feier. Nach den Vergebungsbitten spielte Simona Künzle mit grossem Können auf dem E-Piano, während die Gläubigen über die Erbarmungsrufe nachdenken konnten. Einen besonderen Glanzpunkt setzten Olivia Jung, Eva Nietlispach und Flavia Zwick. Sie sangen sehr beeindruckend mit wunderschönen vollklingenden Stimmen Offenbach’s «Barcarole» und zum Abschluss ein ergreifendes «Ave Maria». Am E-Piano begleitete Franz Meienhofer. Von der Empore herab verwöhnten Katja und Patrick mit herrlichen Melodien auf Panflöte und E-Gitarre, ganz zum Schluss mit dem «Halleluja» von Leonard Cohen. Zu den Klängen der Musig Lenggenwil zogen alle gemeinsam auf den Schulhausplatz zum offerierten Apéro und genossen das gemütliche Beisammensein im Kreise ihrer Familien und Freunde.