Das Patrozinium des Kirchenpatrons St.Johannes Baptist war lange Zeit einer der am besten besuchten Gottesdienste der Pfarrei Niederhelfenschwil. Auch dieses Jahr war die Besucherzahl ansprechend, auch wenn das Gotteshaus noch freie Plätze aufwies. Die 1787 eingeweihte Pfarrkirche beeindruckt immer wieder auch auswärtige Besucher mit ihrem barocken Glanz. Im prachtvollen Deckengemälde des Tiroler Künstlers Josef Anton Pullacher werden Szenen aus dem Leben von Johannes dem Täufer dargestellt. Das Kirchenfest fiel dieses Jahr genau auf den Namenstag des Heiligen am 24. Juni. Es findet jeweils nach dem feierlichen Festgottesdienst eine Fortsetzung mit der traditionellen Chilbi. Der Pfarreirat organisierte auf dem grossen Pausenplatz der Primarschule die Festwirtschaft. Die Leiterinnen und Leiter der Jubla boten mit ihren Gruppen an mehreren Posten verschiedene Spielmöglichkeiten für Jung und Alt an.

Musikalische Bereicherung

Den Festgottesdienst bereicherte der Johanneschor mit einer stimmungsvollen Messe. Dieses Jahr wählte Chorleiter Bernhard Zingg ein Werk des englischen Komponisten Christoph Tambling (1964 - 2015). Der bei uns weitgehend unbekannte Komponist, Organist und Chorleiter schuf vor allem geistliche Chor- und Orgelwerke. Seine Kompositionen sind gezeichnet durch einen romantischen, expressiven und leicht fasslichen Stil. So fühlte sich der Johanneschor schon bei der Einstudierung des für sie neuen Werkes „Messe in G“ sehr wohl. An der Orgel begleitete Antonia Widmer den Johanneschor und die Gemeindelieder. Durch die aktive Mitwirkung der Gemeinde bei kurzen Kehrversen beim Gloria und Sanctus bekam der Gottesdienst eine besondere Note. Antonia Widmer begleitete an der Orgel die gefälligen Gesänge und ihr Gatte Othmar gab die Einsätze für das Volk.

Beziehungen pflegen

Der Salettiner-Pater Albert Schlauri hat als Sohn des ehemaligen Posthalters und Kirchenpräsidenten seine Wurzeln in Niederhelfenschwil. Darum kommt immer wieder gerne zu besonderen Gottesdiensten in die Gemeinde zurück. Überrascht und berührt zeigte er sich von der Reaktion der Anwesenden, die seinen Gruss mit „Grüezi Albert“ beantworteten. Das wecke Heimatgefühle. Er sei stolz auf die Jubla, die mit rund 60 Kindern und Jugendlichen und mit ihrer Vereinsfahne teilnahm. Mit ihrer Anwesenheit am Festgottesdienst setze die Jugend ein schönes Zeichen der Gemeinschaft, meinte Albert Schlauri.

In seiner Predigt sprach er die enge Beziehung von Johannes mit Jesus an. „Wie Johannes seine Aufgabe als Wegbereiter für Jesus bekommen und erfüllt hat, so hat auch jeder Mensch in seinem Leben eine Aufgabe“, sagte er. Es gelte sich für eine freudige Beziehung zu Gott zu öffnen und Visionen zu entwickeln. Zu seinen Gedanken über das Verhalten der heutigen Gesellschaft forderte er, einander in Ehrfurcht und Würde zu begegnen und eine freudige Gemeinschaft zu pflegen.

Gemeinschaft auf dem Chilbi-Platz

Anschliessend an den festlichen Gottesdienst besuchten die meisten Pfarreimitglieder die Johanni-Chilbi. Das schöne, angenehm warme Wetter ermöglichte das gemütliche Zusammensein auf dem Schulhausplatz. Die Nachwuchsformation „Greenhorn Brass“ unter der Leitung von Andreas Signer sorgte mit einem flotten Ständchen für musikalische Unterhaltung. Der Pfarreirat bot eine einfache Mittagsverpflegung und Getränke an, wobei vor allem Pommes frites und Hamburger bevorzugt wurden. Im Service unterstützten Jubla-LeiterInnen die Festwirtschaft. Zum Kaffee waren feine Torten und Gebäck gefragt. Die Jugend nutzte das Angebot der Jubla und vergnügte sich am Galgen, beim Harassenstapeln, Büchsenwerfen, Nageln oder anderen Spielen. Die Erwachsenen widmeten sich eher einem regen Austausch und den kulinarischen Genüssen.