Beginn der Feierlichkeiten machte ein Festgottesdienst im Zusammenhang mit dem Patrozinium des Heiligen Ulrich.Nach dem feierlichen Einzug ist Gotteshaus zeigten sich die Patres Erich und Gregory erfreut, dass Kirchenfest und Jubiläum gemeinsam gefeiert werden können. Sie sind dankbar für die vergangenen Jahrhunderte und stellten Kirche und Gemeinde unter den Schutz des tatkräftigen Bischofs Ulrich. Pater Erich begrüsste die zahlreichen Gäste aus Nah und Fern. Einen besonderen Willkommgruss entbot er der Äbtissin Sr. Ancilla und ihren Mitschwestern vom Kloster St. Gallenberg sowie den Gästen aus dem italienischen Büren.

Von Musik umfangen
Der Kirchenchor Oberbüren mit Sängerinnen und Sängern aus der Seelsorgeeinheit hatte zusammen «Missa brevis in G», KV 140 von W.A. Mozart als Festmesse gewählt und vorbereitet. Für den Priester ist das Musizieren von Orgel, Chor und Orchester während der Eucharistie immer wieder ein besonderes Erlebnis, und dafür zeigte er sich sehr dankbar. Zum Einzug erklang die berühmte «Ode an die Freude» von Beethoven. Mit dem Kyrie rief der Chor das Erbarmen Gottes an, um ihm im folgenden, sehr festlichen Gloria zu loben.

Eine vielfältige Gemeinschaft
Pater Erich Schädler: «Wir sind die Pfarrei und die Gemeinde Oberbüren, eine vielfältige Gemeinschaft. Wir alle bebauen sozusagen einen gemeinsamen Acker, auf dessen Boden die Früchte Liebe, Freude, Friede, Geduld, Güte, Bescheidenheit, Hoffnung, Glaube und Gerechtigkeit wachsen sollen». Dafür müsse der Boden bereitet und ein Klima geschaffen werden, betonte er und meinte weiter:. «Wir sind Gottes Hände, welche Menschen segnen und pflegen. Wir sind sein Mund, der zu den Menschen von Gott spricht. Wir sind seine Augen, die das Leid und die Freude der Menschen sehen. Wir sind sein Herz, das offensteht für alle, die an er Last des Lebens zerbrechen. Wir sind seine Füsse, die die Frohe Botschaft zu den Menschen bringen»

Gottes Liebe weitergeben
Pater Erich: «Mag unsere Kirche noch so schön sein, geschmückt mit Blumen und Kerzen, mit Ministranten, die ihren Dienst gewissenhaft erfüllen – es würde etwas Entscheidendes fehlen, wenn Sie alle jetzt nicht hier wären». Erst mit allen Gläubigen werde eine Kirche lebendig, wenn die Gebet und Lieder den Raum erfüllten, Orgelklänge, Chor und Orchester die Herzen öffneten, erst dann erfülle die Kirche letztlich ihren Sinn. Viele Gläubige seien verbunden mit ihrer Pfarrkirche, sie fühlten sich wohl in der Gemeinschaft aller Glaubenden als eine grosse Familie. Der christliche Glaube lebe von der Liebe Gottes zu den Menschen und äussere sich darin, dass die Liebe zurück- und weitergegeben werde. Der hl. Ulrich könne Vorbild sein. Er war ein Mann voller Lebensfreude, voller Liebe zu den Armen und stand mit beiden Füssen auf der Erde.

Vater unser…
Vor der Wandlung sang der Chor das herrliche, jubilierende Sanctus und das betende «Benedictus» sehr beeindruckend. Gemeinsam beteten die Anwesenden «Vater unser im Himmel». Die italienischen Gäste sangen anschliessend diese weltumspannede Gebet in ihrer Landessprache. Am Schluss der Feier boten sie zudem ein eindrückliches Marienlied. Verschiedene Vorträge des Orchesters gaben dem Gottesdienst ein besonders festliches Gepräge. Nach dem Lied des Kirchenpatrons erschallte von der Empore herab das herrliche «Halleluja» aus Händels Oratorium «der Messias», bevor der Priester für das grosse Geschenk der Musik dankte und die Gäste mit seinem Segen die Gäste in den festlichen Alltag entliess.