Die Holzverarbeitungsfirma Gebrüder Eisenring AG bleibt aller Voraussicht nach gezwungenermassen noch mehrere Jahre am jetzigen Standort in Gossau. Denn in Lenggenwil, wo sich das Unternehmen ansiedeln möchte, muss ein Rückschritt gemacht werden. Zwar sind zusammen mit der Gemeinde im Areal Geren/Buchenstrasse ein Überbauungsplan samt Teilstrassenplan erstellt worden und diese Planmittel wurden im Vorprüfungsprozess vom Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) positiv beurteilt. Jedoch erhoben Anstösser und Nachbarn Rekurse beim Baudepartement des Kantons St. Gallen – und erhielten recht. Die Betriebsgebäude sind in der heute vorherrschenden Gewerbe- und Industriezone zu gross.

Nachdem sich die Gebrüder Eisenring AG bereits enttäuscht zu Wort gemeldet hat (Hallowil.ch berichtete), liegt nun auch die Stellungnahme der Gemeinde Niederhelfenschwil vor. «Der Gemeinderat hat beschlossen, von einer Beschwerde gegen den Entscheid des Baudepartements abzusehen. Im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision wird er sich nochmals vertieft mit der Entwicklung des Gebiets befassen», so die Gemeinde. Dabei werde auch der aktuelle Entscheid des Baudepartements einbezogen. Zudem sei das neue Bau- und Planungsgesetz zu berücksichtigen.

«Wendeplatz bereits heute notwendig»
Die Gebrüder Eisenring AG hatte in ihrer Stellungnahme die Gemeinde Niederhelfenschwil in die Pflicht genommen und gefordert, diese müsse bereits eingezontes Bauland «verkehrs- und rechtsgenügend erschliessen». Der Druck auf die Gemeinde, das Gebiet besser zu erschliessen, habe durch diesen Entscheid zugenommen, befand die Holzveredlungsfirma. Zu diesem Aspekt schreibt die Gemeinde Niederhelfenschwil: «Inwieweit die Erschliessung des Areals Geren künftig verändert werden muss, liess der Entscheid des Baudepartements weitgehend offen. Er stellte allerdings fest, dass ein Wendeplatz für Grossfahrzeuge bereits beim heutigen Überbauungsstand notwendig wäre.»

Fakt ist, dass das besagte Gebiet in Lenggenwil noch lange nicht überbaut wird – wenn überhaupt. Wird eine Neuauflage nötig, müsste das Projekt neu konzipiert werden. Wie es für die Firma weitergeht, steht in den Sternen. Vorentscheide können wegen der vielen Unwägbarkeiten derzeit keine gefällt werden. Dafür müssen Ersatzinvestitionen in Gossau getätigt werden, lässt die Firma verlauten. Das Unternehmen sieht zwischenzeitlich vor, ihre bereits geauften Parzellen im Geren einer Zwischennutzung zuzuführen. Damit soll der durch eine verzögerte Überbauung finanziell entstandene Schaden begrenzt werden.