Alles war bereit am Mittwochnachmittag auf der Schwägalp: Alphornklänge ertönten, das Hackbrett war gerichtet, Neugierige waren zahlreich angereist. Doch auch ein unwillkommener Gast schlich sich heran: Meister Nebel. Wegen ihm habe die Sicherheit der Arbeiter nicht mehr garantiert werden können. Bei einem Zwischenfall müsse man in die Felswand fliegen, um reagieren zu können, liessen die Verantwortlichen gegenüber dem Online-Portal FM1Today verlauten. So musste das Ausrollen der Fahne verschoben werden.

Es lief also einmal mehr nicht alles rund mit der Fahne, welche bei der Wiler Firma Heimgartner AG hergestellt worden ist. Mit Ausnahme des Jahres 2015 war es immer zu einem Zwischenfall gekommen. Fast jedes Jahr ist die Fahne gerissen. Und als sie im vergangenen Jahr den 1. August unbeschadet überstanden hatte, zog abends doch noch ein Gewitter auf und sorgte für einen durchgehenden Schranz auf der linken Seite. Mittlerweile ist sie wieder geflickt.

Entrollen funktioniert problemlos

Bis am Donnerstagvormittag hatte sich der ungeliebte Gast verzogen, so dass um 9.30 Uhr mit dem Entrollen begonnen werden konte. Immer wieder die Durchsage, dass man auf gutem Weg sei. Kurz vor Mittag war es dann soweit: Die weltweit grösste Schweizer-Fahne hing in der Säntis-Wand - und dies unversehrt. Mehrere tausend Gäste können und konnten sie am Nationalfeiertag bestaunen. Wird sie dieses Mal halten? Mit Blick auf die Wetterprognosen spricht wenig dagegen.

Post inside
Beim Ausrollen am Donnerstag-Vormittag klappte alles reibungslos. Nach rund zweieinhalb Stunden war die XXL-Fahne unversehrt am Berg.
 
Im Video: 20 Arbeiter entrollen die 80 Mal 80 Meter grosse Fahne am Morgen des 1. August.