Der erste Teil der Prüfungen, die erste Qualifikationsrunde für den Final, hätte vor rund einem Monat in Egnach durchgeführt werden sollen. Die Einschränkungen infolge der Pandemie liessen dies nicht zu. Demzufolge gibt es in diesem Jahr nur drei Qualifikationsrunden und Plätze. Nach Henau am ersten Juli-Wochenende werden die Prüfungen am kommenden Wochenende in Kriessern und am übernächsten in Stammheim durchgeführt. Austragungsort für den Final wird Maienfeld sein.

Es sei im Moment nicht einfach, diese Anlässe zu planen und durchzuführen, erklärte Präsident Alois Häne. Einerseits werde man ermuntert, endlich wieder etwas zu machen. Andrerseits erschwerten die Einschränkungen die Durchführung, Ausserdem bestehe die Unsicherheit, ob nicht plötzlich doch wieder eine Absage nötig sei.


Aufwändiger Transport

Jetzt aber freue er sich, dass der Anlass mit guter Beteiligung und bei schönem Wetter auf dem idealen Gelände bei Gillhof in Henau durchgeführt werden könne. Der organisierende Fahrverein Wil zählt rund 70 Mitglieder. Der Aufwand für Gespannfahrer sei gross, so der Präsident. Neben einem guten Pferd und einem Wagen mit allem Zubehör brauche er auch einen Mitfahrer. Aufwändig sei auch der Transport von Ross und Wagen zu den Turnierplätzen.

Im Rahmen der Qualifikation muss jedes Gespann (Ein- und Zweispänner) 20 Hindernisse zweimal durchfahren. Dabei geht es darum, die Begrenzungen der Hindernisse nicht zu touchieren. Wenn der Ball von der Spitze der kegelförmigen Begrenzungen herunterfällt, gibt es drei Strafpunkte. Beim zweiten Umgang gibt es auch Strafpunkte für die Zeitüberschreitung. 

Grosses Interesse am Wettbewerb

Dass nach der langen Pause das Interesse am Wettbewerb gross ist, zeigt die Tatsache, so Alois Häne, dass sich an den Einlaufprüfungen etwa drei- bis viermal mehr Gespanne beteiligt haben als üblich. Am Sonntag standen diese Prüfungen am Vormittag auf dem Programm. An der anschliessenden Fahrcup-Qualifikation standen vom Fahrverein Wil zwei Gruppen im Einsatz. Bei der letztjährigen Finalteilnehmergruppe Wil 1 waren dies Madeleine Zöhl mit dem Schimmel Nikito FM, Edi Bürge mit dem Rappen Lasko X und Hans Barmettler mit dem Fuchs Adonis VLH. Für Wil 2 absolvierten Tobias Bürge, Heidi Haffa und Nick Zöhl den Parcours.

Den Vizemeister verteidigen

Der Fahrverein Wil ist einer von 150 Vereinen, welche im Ostschweizerischen Kavallerieverein (OKV) zusammengeschlossen sind. Gesamthaft sind im OKV 170'000 Pferdefreunde dabei. Die Fahrvereine sind neben Reit- und Zuchtvereinen die kleinste Gruppe. Die Fahrvereine sind in drei Rayons aufgeteilt. Gegenwärtig ist die Fahrcup-Qualifikation im Gang. Aus jedem Rayon qualifizieren sich die besten drei Gruppen. Am Final – in diesem Jahr in Maienfeld – werden also mindestens neun Gruppen teilnehmen. Bei Punktgleichheit in der Qualifikation können es auch mehr sein. Der Fahrverein Wil ist im vergangenen Jahr Vizemeister geworden. Er möchte, wie Vereinspräsident Alois Häne sagt, auch in diesem Jahr an der Spitze mitmischen.