Der Wetterverlauf ist unberechenbarer geworden. Vor Jahren waren Winter – mindestens in der Erinnerung älterer Leute – schneereich und anhaltend kalt. Die Aufzeichnungen belegen dies allerdings nur teilweise. Aber die Klimaerwärmung lässt sich nicht leugnen.

Gross war die Freude der Kinder und der wintersportbegeisterten Menschen an den ergiebigen Schneefällen Mitte Januar. Kaum jemand hat damals damit gerechnet, dass die weisse Pracht in unseren Niederungen in einem halben Monat schon wieder gänzlich verschwunden wäre. Bewirkt haben dies zwei Phänomene: die jahreszeitlich aussergewöhnlich starke Erwärmung und die ebenso aussergewöhnlich intensiven Regenfälle der letzten Tage.

In der Region Wil waren die Auswirkungen überschaubar. Im Gegensatz zum Thurgau führte die Thur im Toggenburg und bis zur Kantonsgrenze zwar Hochwasser, trat aber nicht über die Ufer. Auch ihre Zuflüsse, etwa der Necker oder die Glatt, vermochten die Wassermassen zu bewältigen. Einige Feuerwehren standen trotzdem im Einsatz. So beispielsweise die Feuerwehr Neckertal, welche in Oberhelfenschwil eine verschüttete Strasse räumen musste. Schlamm und Schnee hatten ausser der Strasse auch einen Holzschopf in Mitleidenschaft gezogen.