Es geht um rund ein Drittel eines Steuerprozents. So viel Geld – nämlich rund 15'000 Franken – müsste Fischingen aufwerfen, um wie andere Kommunen im Wiler Umland Mitglied beim Sportpark Bergholz zu werden. Bei der Gemeinde Fischingen ist diesbezüglich ein Gesuch eingegangen. Der Hintergrund: Die Volksschulgemeinde Fischingen hält den Schwimmunterricht im Bergholz ab. Durch eine Mitgliedschaft könnte die Schulgemeinde pro Jahr rund 1800 Franken sparen. Bei einer Mitgliedschaft würden auch Privatpersonen von Vergünstigungen profitieren. «Auf der privaten Seite müssten um die 7000 Eintritte gelöst werden, damit ein Nullsummenspiel erreicht wird», schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung. Der Gemeinderat bezweifelt jedoch, dass auch nur annähernd so viele Eintritte gelöst werden. Rund 2700 Einwohner zählt die Politische Gemeinde Fischingen. Jeder Dorfbewohner – vom Baby bis zum Greisen – müsste also zwei bis drei Mal pro Jahr im Bergholz ein Ticket kaufen, damit es sich für die Gemeinde rechnete.

Pattsituation bei der Konsultativabstimmung
Es gibt aber nicht nur die finanzielle Seite. Der Gemeinderat hat eine Mitgliedschaft auch unter der Sichtweise einer familienfreundlichen Gemeinde betrachtet. Da bisher lediglich eine einzige Familie einen Antrag gestellt hat, wurde die Fischinger Bevölkerung befragt, ob Interesse an einer Mitgliedschaft am Sportpark Bergholz besteht. Die an der Gemeindeversammlung durchgeführte Konsultativabstimmung brachte die Behörde aber auch nicht weiter. Je rund die Hälfte war dafür und dagegen. «Nach der Prüfung aller Fakten kommt der Gemeinderat zum Schluss, vorläufig, auf eine Mitgliedschaft zu verzichten», ist in der Mitteilung zu lesen.

Zum Thema Gemeinderat sei am Rande erwähnt: Es zeichnet sich noch immer nicht ab, wer neuer Gemeindepräsident von Fischingen wird. Amtsinhaber Willy Nägeli, seit 2011 das Gemeindeoberhaupt, hatte bereits im Frühjahr angekündigt, per Legislaturende am 31. Mai 2019 altershalber zurückzutreten. Ausgeschrieben wurde ein 80-Prozent-Pensum. Eine der Voraussetzungen ist, dass der neue Gemeindepräsident in Fischingen wohnt. Die Ersatzwahl findet am 10. Februar 2019 statt. Offizielle Wahlvorschläge sind noch bis zum 17. Dezember möglich.