Schleimhäute bestehen aus spezialisierten Zellen, die ein Sekret absondern. Dadurch werden Organe geschützt, aber auch unerwünschte Fremdkörper werden abgewehrt. Einerseits wirkt der Schleim wie ein Bindemittel, er klebt Mikroben, Staubpartikel und in der warmen Jahres Blütenpollen fest. Andererseits hält er sie mit chemischen Abwehrstoffen in Schach. 

Zudem sorgen die Schleimhäute der Nase auch für erwärmte Atemluft, damit werden Rachen, Bronchien und Lunge nicht ausgekühlt. Andernfalls würden sie anfälliger für die Ausbreitung von Mikroben.

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Im Winter ist der Organismus ganz besonders auf vitalstoffreiche Ernährung angewiesen.  (Foto: pixabay silviarita) 


Auf Warnzeichen achten

Mit der trockenen Heizungsluft und den starken Temperaturschwankungen zwischen drinnen und draussen sind die Schleimhäute der Atemwege stark gefordert, gelegentlich sogar überfordert. Es beginnt mit Kitzeln und mit Brennen, später läuft Nase ununterbrochen; Viren haben sich festsetzen können. In der Folge schwellen die Schleimhäute an und die Taschentücher werden mit Sekret gefüllt. Damit versucht der Organismus Viren auszuschwemmen. Mit Niesen unterstützt er diesen Vorgang. 

Wird die Nase auf eine ungünstige Weise geputzt, wird das infizierte Sekret nach oben gedrückt. Dadurch können sich Entzündungen in den Stirnhöhlen festsetzen. Deshalb ist es wichtig, dass die Flüssigkeit beim Schnäuzen mit Druck nach aussen abgegeben wird.

Kinder sind anfälliger

Erwachsene werden in der Regel pro Wintersaison einmal von Schnupfenviren befallen, bei Kindern kann die Atemstörung mehrmals auftreten, ihr Immunsystem ist noch wenig entwickelt. Meistens ist das Leiden lästig aber harmlos und heilt innert weniger Tage von selber ab. Schonung und vitaminreiche Ernährung unterstützen die Abwehrkräfte. 

Es sind allerdings Komplikationen möglich, etwa durch eine zusätzliche Infektion: Durch Viren belastete Schleimhäute sind in ihrer Abwehr geschwächt, Bakterien können sich dann leichter festsetzen und ausbreiten, es kommt zu einer Mehrfach-Infektion. Warnzeichen wie Fieber sowie anhaltende starke Kopf- und Ohrenschmerzen sollten ärztlich abgeklärt werden.

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Mindestens eine Erkältung pro  Wintersaison ist bei Erwachsenen normal. (Foto: pixabay Mojpe) 


Was man selber tun kann

Zum Abschwellen der entzündeten Schleimhäute helfen beispielsweise Nasensprays und-salben. Sie sollten maximal wenige Tage angewendet werden, da sie zu funktionellen Störungen führen können; in der Folge läuft die Nase verstärkt. Als Alternative bieten sich Sprays mit Meersalz an. Im Weiteren sind auch Inhalationen mit Thymian, mit Eukalyptus, mit Tannennadeln sowie mit Kamille hilfreich. Ungefähr eine Handvoll Kräuter bzw. zwei Teebeutel werden dazu in eine Schüssel gegeben und mit einem Liter heissem Wasser übergossen. Anschliessend hält man das Gesicht für fünf bis zehn Minuten über die Dämpfe. Ein Handtuch wird über den Kopf gelegt, so können sich die gelösten Inhaltsstoffe nicht zu rasch verflüchtigen.

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Regelmässige Inhalationen wirken auf die Schleimhäute der Nase pflegend und lindernd. (Foto: pixabay Coleur) 


Salzwasser hilft

Auch Inhalationen mit Salzwasser (ein Esslöffel auf einen Liter kochendes Wasser) lässt die Schleimhäute abschwellen. Mit einer befreiten Nase schläft es sich besser. Im Schlaf regenerieren sich die Abwehrkräfte, die den Erkältungserregern den Garaus machen. Gehackte Zwiebeln, die in einem Tellerchen auf Kopfhöhe neben das Bett gestellt werden, verströmen ätherische Öle, die die Schleimhäute der Atmungsorgane besänftigen und für einen ruhigen Schlaf sorgen.

Genügend feuchte Luft

In der winterlichen Heizperiode wirken auch feuchte Handtücher, die über die Heizkörper gehängt werden dem Austrocknen der Schleimhäute entgegen. Auch Wasserverdunster pflegen die Schleimhäute. Eine grosszügig bemessene Trinkmenge unterstützt sie ebenfalls. 

Ein Schnupfen kann auch durch eine fehlerhafte Reaktion des Immunsystems ausgelöst werden, sprich: einer Allergie, etwa auf Hausstaubmilben. Dann sind nicht Mikroben die Ursache. Hier können ärztlich verordnete Medikamente Linderung erreichen.