An der Hauptversammlung des Gewerkschaftsbund Wil und Umgebung wurde Marko Ceta aus dem Vorstand verabschiedet, ihm wurde für die jahrelange Mitarbeit im Vorstand gedankt. Gabriela Benz, vpod übergab die Leitung neu an Marco Huber, SEV AS Ost. Die fünfköpfige Arbeitsgruppe wurde einstimmig gewählt.

BVG-Kompromiss und Gesundheit für alle

Barbara Gysi, Nationalrätin und Präsidentin des Kantonalen Gewerkschaftsbund St.Gallen informierte über den von den Sozialpartnern ausgehandelten BVG-Kompromiss. Vor allem Personen mit tiefen Einkommen, aber auch Teilzeitangestellte werden von dieser Lösung profitieren. Heute bestehen grosse Differenzen bei den Renten. Bei der 2. Säule sind die Leistungen der Frauen um mehr als 50% tiefer, dies soll sich ändern. Bei der AHV soll die Pflege von Angehörigen stärker angerechnet werden. In der Herbstsession wird dieser Ausbau der Betreuungsgutschrift im Nationalrat behandelt.

Dario Sulzer, Kantons- und Stadtrat Wil, setzt sich dafür ein, dass die Gesundheit für alle bezahlbar sein muss. Seit Jahren profitieren immer weniger Personen von der Individuellen Prämienverbilligung, in den letzten Jahren hat sich die Zahl der BezügerInnen im Kanton St.Gallen halbiert. Der Kanton St.Gallen ist viel restriktiver als andere Kantone. Vergeblich hat die SP in den vergangenen Jahren im Kantonsrat eine Aufstockung verlangt. Dank eines Kompromissvorschlags werde der Beitrag nächstes Jahr um 12 Millionen aufgestockt. Viele Familien bezahlen 20% ihres Einkommens für die Krankenkassenprämien, das soll sich ändern. Mit der Prämienentlastungsinitiative soll National eine Belastungsgrenze von 10% eingeführt werden. So wie es bei der Einführung der IPV geplant war.

Lohnschutz

Arber Bullakaj: Löhne müssen in der Schweiz geschützt werden. Die Geschichte der Saisoniers hat es gezeigt, dass sobald Arbeitnehmende aus dem Ausland geholt werden, die Löhne gedrückt werden. Weil die Löhne gedrückt wurden, wurde auch Hass gegen die neuen Arbeitnehmenden geschürt. Das darf nicht mehr passieren. In einem reichen Land wie die Schweiz braucht es Löhne die zum Leben reichen, um die Würde zu behalten. Darum braucht es die Flankierenden Massnahmen beim Abkommen mit der EU. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort.