Kaum waren die letzten Klänge verklungen, die Bühnen abgeräumt, die Ausstellungsobjekte demontiert und abgehängt, hat das Organisationskomitee umgehend die teilnehmenden Künstler und Kulturschaffenden sowie die beteiligten Gemeinden mittels einer Online-Umfrage nach den gemachten Erfahrungen mit der «Kulturbühne 2018» befragt. Über 80 Prozent der Kulturschaffenden, die mitgemacht haben, nahmen auch an der Umfrage teil. Bedenkt man, dass bei dieser Art Umfragen fünf Prozent Rücklauf die Regel sind, so lässt sich auch hier eines klar ablesen: Der Funken der Inspiration ist sowohl auf die Kulturschaffenden als auch auf die Gemeinden und Besucher übergesprungen. «Uns erreichten Stimmen wie „Sehr gelungen, tolle Stimmung, hoch motivierte Teilnehmer“, „Ich weiss nicht, wie wir sonst ein so tolles, buntes Fest in unserer Wohngemeinde organisiert hätten“, „Die Fülle des Angebots war überwältigend und ich finde es grossartig, dass so etwas zustande gekommen ist“. Das bestärkt uns natürlich ungemein, eine weitere Kulturbühne ins Auge zu fassen», sagt Michael Sarbach, OK-Präsident der Kulturbühne 2018. Und wie bei allem, was erstmals angepackt und ausgeführt wird, gibt es Verbesserungspotenzial, sagt Sarbach. «Für uns als Initiatoren und Organisationskomitee sind die enorm vielen positiven Rückmeldungen wertvoll und richtungsweisend. Auch die Anregungen zur Verbesserung und Optimierung wie beispielsweise einer Agenda im Booklet und Webseite oder eine Verlängerung auf zehn Tage berücksichtigen wir sehr gerne bei einer allfällig weiteren Durchführung der Kulturbühne.»

«Das Gemeinschaftsgefühl gestärkt»
Für David Zimmermann, Präsident Thurkultur, hat die Kulturbühne 2018 aufgezeigt, welches Potenzial und welche Vielfältigkeit des kulturellen Schaffens in der Region von Thurkultur vorhanden ist. Die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann ist überzeugt, dass die vielen verschiedenen Anlässe die Menschen in der ganzen Region Wil näher zusammen gebracht haben: «Die Kulturbühne hat das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.»

Ob und in welcher Frequenz weitere Kulturbühnen in der Region der Thurkultur veranstaltet werden, ist derzeit noch offen. Indessen werden sicher erste Gespräche in diese Richtung geführt, und «aus Sicht der Teilnehmenden laut Umfrage und des OKs gerne in drei Jahren wieder». Fragt man bei den Gemeinden nach, so bringt es die Antwort des Aadorfer Gemeindepräsident Matthias Küng wohl am besten auf den Punkt: «Tolle Sache – schreit nach Wiederholung.» (pd)