Bodenuntersuchungen brachten es schonungslos an den Tag: Das Areal ist stark mit Schadstoffen belastet. Im März dieses Jahres war klar: Der Verursacher der Schadstoffbelastung lässt sich nicht zweifelsfrei eruieren. Entsprechend bleiben die Kosten der Schadstoffsanierung bei der Gemeinde, also dem Steuerzahler.

Die Gemeinde Uzwil will nun die verunreinigte oberste Bodenschicht abtragen und entsorgen. Und dann die Fläche neu aufbauen und eine Grünfläche realisieren. Das Vorhaben wird Bestandteil des Budgets 2021 sein, über welches an der Bürgerversammlung Ende November befunden wird.

Areal wird videoüberwacht

Das Areal mit seinen mehr als 5000 Quadratmetern kann künftig seine Funktion als grüne Lunge und als zentrumsnaher Aufenthalts- und Spielort wahrnehmen, schreibt die Gemeinde Uzwil im aktuellen Mitteilungsblatt. Die grossen, schattenspendenden Bäume sind vital genug, um auch künftig Teil des Ortes zu sein. Zusätzlich werden hochstämmige Bäume gepflanzt, um den Baumbestand organisch zu entwickeln. Sie werden gross sein, wenn die heutigen Baumriesen ihre Lebensdauer erreichen.

Verschiedene Teilfächen des Areals erhalten unterschiedliche Nutzungen. Es hat für (fast) alle etwas dabei. Auch künftig gibts eine Spielwiese. Eine Teilfläche wird zur einheimischen Blumenwiese. Ein Quartierspielplatz mit Kletter-, Rutsch- und Balanciermöglichkeiten für Kleinkinder entsteht ebenso wie ein multifunktionaler Kiesplatz als Begegnungsplatz mit Tischen und Bänken. Auch eine Wasserfläche wirds geben. Im Wohnhaus auf dem Areal – es gehört ebenfalls der Gemeinde – entsteht eine öffentliche WC-Anlage. Die neuen Wege ermöglichen über das Areal hinaus neue, direkte Fusswegverbindungen im Zentrumsgebiet. Entlang der Wege im parkartig gestalteten Areal gibt es Bänkli zum Verweilen. Organisch geschnittene Hecken, unterbrochen von Zugangsmöglichkeiten zum Areal, bilden den Parkrand. Die heutigen provisorischen Parkplätze an der Birkenstrasse werden zurückgebaut, ihre Flächen wieder Teil des Parks. Für die Sicherheit im Areal sorgen Videoüberwachungen, die Hauptwege werden beleuchtet.

Auch die Natur muss arbeiten

Läuft alles wie geplant, kann nach dem Kredit- und Baubewilligungsverfahren im August 2021 mit den Arbeiten begonnen werden. Sie dauern bis Juni 2022. Anschliessend muss die Natur arbeiten, so dass die neugeschaffenen Flächen im September 2022 freigegeben werden können. (gk/red)