Die Steuereinnahmen der Gemeinde Flawil für 2017 fallen rund 1,8 Millionen Franken höher aus als budgetiert. Die Abrechnung zeigt ein erfreuliches Total von 33,02 Millionen Franken.Der Flawiler Steuerfuss hat im vergangenen Jahr 145 Prozent betragen. Von Frau und Herr Flawiler – in der Sprache des Steueramtes natürliche Personen – sind im Jahr 2017 nahezu 25 Millionen Franken an Einkommens- und Vermögenssteuern eingegangen. Damit stammen 78 Prozent der Steuereinnahmen von Einzelpersonen.

Unternehmenssteuern
Über Budget liegen die Steuern von Flawiler Unternehmen – im Fachjargon sogenannte juristische Personen. Die Steuern juristischer Personen (Reinertrags- und Eigenkapitalsteuern) schliessen mit 2,37 Millionen Franken um 471‘000 Franken besser ab als budgetiert. Von den Unternehmen stammen sieben Prozent der Steuereinnahmen.

Nebensteuern
15 Prozent der Steuereinnahmen 2017 sind Grundstückgewinnsteuern, Quellensteuern, Handänderungssteuern, Grundsteuern und Feuerwehrabgaben. Hier waren die Einnahmen im vergangenen Jahr alle höher als budgetiert. Um fast 600‘000 Franken besser als budgetiert fielen die Einnahmen bei den Handänderungssteuern aus.

WEITERE THEMEN
Teilzonenplan Schändrich Parzelle Nr. 1416 untersteht fakultativem Referendum

Der Gemeinderat hat im vergangenen Sommer fünf Teilzonenpläne nach altem Recht erlassen und öffentlich aufgelegt. Der Teilzonenplan Schändrich Parzelle Nr. 1416 untersteht nun als erster dem fakultativem Referendum, das bis zum 2. März 2018 dauert.

Am 1. Oktober 2017 ist im Kanton St.Gallen das neue Planungs- und Baugesetz in Kraft getreten. Es hat das bisherige Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht aus dem Jahre 1972 abgelöst. Die Gemeinden haben zehn Jahre lang Zeit, den kommunalen Zonenplan und das Baureglement an das neue kantonale Planungs- und Baugesetz anzupassen. Das heisst: Seit dem 1. Oktober 2017 können keine Teilzonenpläne mehr, gestützt auf das aufgehobene Planungs- und Baugesetz, erlassen werden. Der Gemeinderat hat aus diesem Grund im August 2017 noch fünf Teilzonenpläne nach altem Recht erlassen.

Vom 30. August 2017 bis 28. September 2017 sind die Teilzonenpläne Schändrich Nord, Schändrich Parzelle Nr. 1416, FLAWA-Areal Ost, Rosenhügel und Botsberg öffentlich aufgelegen. Die Einsprachen gegen die jeweiligen Teilzonenpläne führen zu unterschiedlich langen Bearbeitungszeiten. Als erster untersteht nun der Teilzonenplan Schändrich Parzelle Nr. 1416 dem fakultativen Referendum.

Einsprache gegen Teilzonenplan
Die Parzelle Nr. 1416 liegt am östlichen Rand des Gewerbegebietes Schändrich. Der westliche Teil der Parzelle sowie ein Streifen entlang der Burgauerstrasse liegen gemäss rechtskräftiger Zonenplanung in der «Gewerbe-Industriezone». Die restliche Parzellenfläche liegt in der «Grünzone Freihaltung». Die Huber Spezialbau GmbH aus Oberuzwil beabsichtigt, auf der Parzelle Nummer 1416 ein Betriebsgebäude zu erstellen. Die mittelfristigen Betriebsbedürfnisse zeigen, dass die heute zonierte Fläche nicht ausreicht.

Insbesondere auch, da die Gemeinde für die Erstellung des «Fürstenlandradwegs» entlang der Burgauerstrasse einen Streifen der heutigen Bauzone benötigt. Mit dem vorliegenden Teilzonenplan wird die «Grünzone Freihaltung» bis auf den ordentlichen Waldabstand von 15 Metern reduziert und die entsprechenden Flächen neu der «Gewerbe-Industriezone» zugewiesen.
Während der Auflagefrist ist beim Gemeinderat eine Einsprache gegen den Teilzonenplan Schändrich Parzelle Nr. 1416 eingegangen. Der Rat ist auf die Einsprache nicht eingetreten. Nach Ablauf des Referendumsverfahrens kann dieser Entscheid noch beim Baudepartement des Kantons St.Gallen angefochten werden.

40-tägige Referendumsfrist
Am 22. Januar 2018 beginnt nun die 40-tägige Referendumsfrist, welche bis 2. März 2018 dauert. Während dieser Zeit können der Teilzonenplan Schändrich Parzelle Nr. 1416 sowie der Planungsbericht im Gemeindehaus am Anschlagbrett im 2. Stock von jedermann eingesehen werden. Die Unterlagen sind ebenfalls auf www.flawil.ch unter der Rubrik «Aktuelles ? Amtliche Publikationen» aufgeschaltet. Um eine Urnenabstimmung zu erwirken, sind 300 Unterschriften nötig.

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Wasserbauprojekt «Ausbau Dorfbach, Los 2» liegt öffentlich auf
An der Bürgerversammlung vom November 2017 haben die Flawiler Stimmberechtigten für das Wasserbauprojekt «Entwässerungssystem/Doppelstockkanal Töbeli» in Ergänzung zum bereits im Jahr 2010 gesprochenen Kredit einen Baukredit von 2,22 Millionen Franken genehmigt. Damit haben sie der ersten Etappe der Bachsanierungen im Dorfzentrum zugestimmt. Nun liegt die nächste Etappe des Hochwasserschutzprojekts öffentlich auf.

Flawil ist ein Dorf mit vielen Bächen. Wenn es stark und lange regnet, drohen Bäche über die Ufer zu treten. Nachdem die Bürgerschaft bereits zu einem früheren Zeitpunkt Wasserbauprojekte im westlichen Gemeindegebiet genehmigt hat, ist nun das Zentrum an der Reihe. An der vergangenen Bürgerversammlung haben die Flawiler Stimmberechtigten für das Projekt «Entwässerungssystem/Doppelstockkanal Töbeli» in Ergänzung zum bereits im Jahr 2010 gesprochenen Kredit einen Baukredit von 2,22 Millionen Franken genehmigt. Damit stimmten sie der ersten Etappe des Hochwasserschutzprojekts, dem Bau des Doppelstockkanals Töbeli, zu. Für die zweite Etappe, den «Ausbau Dorfbach (Gupfengasse – Töbeli), Los 2» hat der Gemeinderat das entsprechende Wasserbauprojekt mit unterirdischem Kanal genehmigt. Das Projekt, das vom Tiefbauamt des Kantons St.Gallen vorgeprüft wurde, wird nun öffentlich aufgelegt.

Durchlass muss verdoppelt werden
Das Los 2 umfasst die Verlängerung des Entwässerungssystems Töbeli respektive des Durchlassbauwerks in der Kantonsstrasse bis zur Gupfengasse. Der heutige Durchlass muss in seinem Querschnitt praktisch verdoppelt werden, um die dimensionierte Wassermenge ableiten zu können. Der im Oberlauf definierte Durchlassquerschnitt für den Dorfbach und das Tüfibächli wird unter dem Bärenplatz Süd und der St.Gallerstrasse unterirdisch weitergeführt. Wenige Meter unterhalb der St.Gallerstrasse erfolgt der Zusammenschluss mit dem neuen Doppelstockkanal. Im Bereich der Gupfengasse wird das neue Durchlassbauwerk mit der neuen Eindolung vom Marktplatz her zusammengeschlossen.

Im Investitionsplan enthalten
Die Gesamtkosten für den neuen Durchlass betragen gemäss Kostenvoranschlag eine Million Franken. Nach Abzug der Beteiligung des Bundes und des Kantons sowie den voraussichtlichen Beiträgen von Dritten beträgt der Anteil der Gemeinde Flawil rund 445‘000 Franken. Die Kosten für das Projekt sind im Investitionsplan 2019–2023 im Jahr 2019 enthalten – vorbehältlich der Budgetgenehmigung durch die Bürgerversammlung.

Öffentliche Auflage
Das Wasserbauprojekt «Ausbau Dorfbach (Gupfengasse – Töbeli), Los 2» liegt nun vom 24. Januar 2018 bis 22. Februar 2018 im Gemeindehaus Flawil, Bahnhofstrasse 6, im 3. Stock beim Anschlagbrett des Geschäftsfeldes Bau und Infrastruktur zur öffentlichen Einsichtnahme auf – siehe dazu auch das Inserat in dieser Ausgabe.
Die Projektunterlagen sind auch auf www.flawil.ch unter der Rubrik «Aktuelles ? Projekte» aufgeschaltet.

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Informationsbeauftragter bleibt Flawil erhalten
Markus Scherrer bleibt weiterhin Informationsbeauftragter der Gemeinde Flawil.

Der Informationsbeauftragte der Gemeinde Flawil, Markus Scherrer, hatte seine Stelle auf Ende Februar 2018 gekündigt. Er hätte am 1. März 2018 die Stelle als Leiter Kommunikation der FC St.Gallen Event AG und der FC St.Gallen AG angetreten. Der FC St.Gallen hat eine turbulente Zeit hinter sich, die unter anderem Anfang Dezember 2017 zu einem Wechsel an der Spitze des Clubs geführt hat. Der Vertrag zwischen dem FC St.Gallen und Markus Scherrer wurde in der Folge aufgelöst. Aus diesem Grund hat sich die Chance ergeben, die sehr gute und bewährte Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Flawil und Markus Scherrer fortzusetzen.

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Orientierungsversammlung ARA Ausbau
Vor den jeweiligen Abstimmungen in den Verbandsgemeinden führen Flawil, Degersheim und Gossau gemeinsam eine Orientierungsversammlung durch. Am Montag, 5. Februar 2018, wird um 19.30 Uhr im Flawiler Lindensaal die Erweiterung der ARA Oberglatt vorgestellt.