«Am Freitag vor genau einem Jahr starb in der Schweiz die erste Person an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Inzwischen sind der Pandemie über 9000 Menschen erlegen», schreiben die katholische und die evangelisch-reformierte Kirchen des Kantons St.Gallen.

Bundespräsident Guy Parmelin hat darum die Bevölkerung dazu aufgerufen, ein Jahr nach dem ersten Todesfall, also am kommenden Freitag, 5. Februar, um 12 Uhr, eine Gedenkminute zu halten. Anschliessend sollen in der ganzen Schweiz die Glocken läuten.

Auch Bischof Markus Büchel und die Bistumsleitung sowie der Kirchenrat der evangelisch-reformierten Kirche des Kantons St.Gallen schliessen sich diesem Aufruf an und haben die Gemeinden gebeten, ihre Kirchenglocken läuten zu lassen. 

So teilen beispielsweise die katholischen Kirchgemeinden Wil und Uzwil/Umgebung mit, dass alle katholischen Kirchen und Seelsorgeeinheiten deshalb nach der Gedenkminute um 12.01 Uhr - nach dem Stundenschlag - während neun Minuten (9 für die über 9000 Verstorbenen) die Glocken läuten lassen werden.

«Es ist eine Gelegenheit, einen Moment innezuhalten, um an die Opfer, ihre Angehörigen, die Kranken und allen, die sie unterstützen, zu denken und um Kraft und Hoffnung zum gemeinsamen Weitergehen zu schöpfen», schreibt die katholische Pfarr- und Kirchgemeinde Wil.