Die Hochzeits-Saison hat begonnen, nun sind auch die Inhaberin des Wiler Fotostudios Lightplay und ihre Mitarbeiterinnen wieder mit den Kameras im Einsatz. Die Altstadt und der Stadtweier bieten viele attraktive Sujets für Hochzeitfotos. Fiona Bischof hat bisher 350 Paare am sogenannten „schönsten Tag des Lebens“ mit ihrer Kamera begleitet. Da kommt eine ganze Menge Glück zusammen. Und dies ergibt eine gewisse Routine im Umgang mit Brautleuten. „Das Wichtigste ist, dass man selber Ruhe bewahren kann“, erzählt die 35-jährige Mutter von drei Kindern lächelnd.


Paare beruhigen
Nicht immer verläuft der grosse Tag in allen Details wie vorgestellt. Mal regnet es, mal ist die Farbe des Brautstrausses nicht wie bestellt. Dann ist es von Vorteil, wenn eine Fotografin weiss, wie man pragmatisch aus jeder Situation das Beste macht.


Wenn sie von heiklen Situationen erzählt, spricht aus ihr eine gewisse Abgeklärtheit. Oft gelingt es ihr, die Brautleute zu beruhigen, wenn deren Nerven zu angespannt sind.
Von Vorteil ist es, wenn sie dabei auf einen Plan B zurückgreifen kann. „Welche Location wir bei Regenwetter als Alternative wählen können, besprechen wir bereits im Voraus.“ Gelegentlich werden die Fotos auch etwas später bei schönem Wetter nachgeholt.


Im Hintergrund bleiben
Fiona Bischof legt grossen Wert darauf, dass ihre Anwesenheit bei der Hochzeit kaum wahrgenommen wird. „Nur wenn Fotos während des Festes von ganzen Gruppen gemacht werden sollen, braucht es einige Regieanweisungen von mir.“


Ansonsten aber will sie sich wie ein natürlicher Teil in die Hochzeitsgesellschaft integrieren. In den Vorgesprächen baut sie zum Brautpaar eine Beziehung auf. „ Es soll sich so entwickeln, dass sie mich auch ohne Kamera gerne zu ihrer Feier einladen würden.“ Sie will sich den unterschiedlichen Hochzeitsgesellschaften so gut als möglich anpassen.


Details übersehen
Ihr Fotoapparat soll nur am Rande wahrgenommen werden. Dieser registriert oft Details, die das Brautpaar selber kaum mitbekommt. „Wenn wir vierzehn Tage später die Reportage anschauen, bemerkt das Paar auf den Bildern beispielsweise die Tischdekoration, die ihnen am Tag selber gar nicht aufgefallen ist.“


Unterschiedliche Perspektiven
Auch wenn Fiona Bischof schon zahlreiche Hochzeitsfeiern fotografisch begleitet hat, ist jede einzelne für sie eine neue Herausforderung: Es braucht Detailaufnahmen, Portraitbilder, Gruppenfotos, es sind unterschiedliche Arten des Fotografierens gefordert. Dies gefällt ihr.


Abwechslung ergibt sich auch bei den Orten. Der Hof sowie der Stadtweier sind stimmungsvolle Hintergründe für Hochzeitsfotos. „Wir sagen Paaren gelegentlich auch, sie sollen sich Alternativen überlegen, weil an manchen Samstagen am Weier vier Paare gleichzeitig vor der Kamera stehen wollen.“


Aufträge international
Eine weitere beliebte Location ist gemäss Fiona Bischof auch das Schloss Hagenwil. „Wir sind aber grundsätzlich in der ganzen Schweiz unterwegs.“ Und auch in Südfrankreich, in Italien, in Österreich und in Deutschland hielt sie bereits Hochzeitsfeiern im Bild fest. Schmunzelnd fügt sie an: “Auf einen Auftrag in Südafrika warten wir noch.“


Prämierte Mitarbeitende
Mit 350 Hochzeitsreportagen kommt eine ganze Menge an Erfahrung zusammen. Diese gibt sie mittlerweile weiter. Mit hörbarem Stolz erzählt die Unternehmerin, dass ihre Firma im deutschsprachigen Raum der grösste Ausbildungsbetrieb für Hochzeitsfotografie sei.


Nicht nur bei Paaren und bei Ausbildungskandidaten hat sich Lightplay innert 12 Jahren Geschäftstätigkeit einen guten Namen aufgebaut, auch an internationalen Fachwettbewerben haben sich die 11 Mitarbeitenden Anerkennung verschafft. Seit 2014 haben einige von ihnen jedes Jahr Preise errungen.


Eigene Hochzeit
Fiona Bischof selber ist Trägerin des zweithöchsten internationalen Qualitätsstandards-Labels.


Zwangsläufig drängt sich da eine Frage auf: Wie kritisch beurteilt sie als prämierte Expertin die Fotos ihrer eigenen Hochzeit? Ihre gelassene Antwort:“ Doch, die sind ganz gut gelungen, ich bin ganz zufrieden damit. Ein Kollege hat sie aufgenommen. Vielleicht würde er heute das eine oder andere Bild anders machen, immerhin ist unsere Hochzeit schon eine ganze Weile her.“