Heute veröffentlichte die Stadtverwaltung die Resultate der Mitarbeiterbefragung, die letzten Herbst vom Statistischen Amt des Kantons Zürich durchgeführt worden war. Ziel der Befragung war es einerseits, verschiedene Dimensionen der Arbeitszufriedenheit zu messen und die allgemeine Bewertung der Arbeitssituation aufzuzeigen, heisst es in der Mitteilung. Andererseits sei der Fokus auch auf die Bindung und Identifikation der Mitarbeitenden mit der Arbeitgeberin gelegt worden. 

Auf die Frage, warum gerade das Statistische Amt eines anderen Kantons mit der Mitarbeiterbefragung beauftragt wurde, heisst es aus dem Stadthaus: "Um die Resultate der Mitarbeitendenbefragung in Relation zu setzen und eine tatsächliche Aussagekraft zu erhalten, war es notwendig, nicht mit Betrieben in der Privatwirtschaft zu vergleichen, sondern mit anderen öffentlichen Verwaltungen. Das statistische Amt des Kantons Zürich hat Erfahrungen in diesem Bereich und vorgängig bereits verschiedene Befragungen bei öffentlichen Verwaltungen durchgeführt. Aus diesen Gründen vergab der Wiler Stadtrat den Auftrag an das Amt für Statistik."

Wenig Interesse

Gerade mal 51 Prozent der Mitarbeitenden haben die Fragen zur Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber beantwortet. Am höchsten war die Rücklaufquote in den den Abteilungen "Dienste, Intergration und Kultur (75 Prozent) und "Finanzen und Verwaltung (74 Prozent). Am wenigsten Interesse, sich an der Mitarbeiterbefragung zu beteiligen, bekundeten die Mitarbeitenden in der Abteilung "Bildung und Sport" (45 Prozent), "Soziales, Jugend und Alter" (48 Prozent) und dem Baudepartement (49 Prozent). 

Zufriedene Umfrageteilnehmer

92 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, mit ihrem Arbeitgeber und dem Arbeitsplatz mindestens "eher zufrieden" zu sein. Besonders positiv bewertet wurde, dass es klare Zielvorgaben gibt und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden optimal eingesetzt werden. Ebenfalls gut abgeschnitten haben die Beurteilung des Arbeitsklimas und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Verbesserungsbedarf gibt es gemäss der Umfrageresultate teilweise in der Führung der Departementsleitenden und der internen Kommunikation. Auch die Entwicklungsmöglichkeiten werden als unterdurchschnittlich beurteilt.

Die grosse Frage ist nun, warum die andere Hälfte der Belegschaft den Umfragebogen erst gar nicht ausgefüllt hat. Der Stadtrat hat die Resultate der Umfrage zur Kenntnis genommen, wie er in der Mitteilung schreibt.  Er wird mit der Konferenz der Departementsleitenden mögliche Massnahmen diskutieren und dann beschliessen. Ein Termin dafür liegt aktuell noch nicht vor, wie es auf Anfrage heisst. Die Departementsleitenden haben nun den Auftrag, die Resultate zu analysieren und zuhanden des Stadtrates Vorschläge auszuarbeiten.

Diese Mitarbeiterbefragung samt Auswertung kostete den Wiler Steuerzahler zwischen 11'000 und 12'000 Franken, wie  es aus der Kommunikationsabteilung heisst.