«Do chunsch jo en Herzinfarkt über!», sagte der nicht mehr ganz junge, aber auch nicht wirklich alte Mann am Sonntagnachmittag, bevor er sich eine Zigarette ansteckte und erzählte, dass ihm eigentlich gut gefiel, dass «mol öppis lauft». Mit ganz so vielen Menschen hatte er aber wohl doch nicht gerechnet. Die Wiler Altstadt war denn auch während dreier Tage gut besucht, auch wenn das Regenwetter den Betreibern am Samstag einen Strich durch die Rechnung zu machen drohte.

Bevor an den Marktständen am Freitag (Kunst-)Handwerk, kulinarische Köstlichkeiten und bisweilen auch Ramsch angeboten wurde, verwandelten sich die Buden in prima Verstecke. Jene vor dem Kirchplatz-Schulhaus jedenfalls, und zwar während der grossen Pause. Am Nachmittag hatten sich die Standbetreiber eingerichtet, einige wenige waren nicht anzutreffen. Der Glögi-Stand etwa, der immer am «Eingang» unten an der Altstadt steht, hatte wegen Corona gar nicht erst geöffnet. Aufgrund der Pandemie herrschte denn auch Maskenpflicht, an die sich allerdings nicht alle Besucherinnen und Besucher hielten, auch wenn sie gerade kein duftendes Heissgetränk in den Händen hielten.

Überhaupt schien die Pandemie am Wochenende weit weg, denn der Wiler Weihnachtsmarkt war gut besucht. Selbst am nasskalten Samstag waren viele Leute in der Altstadt anzutreffen. Am Sonntagnachmittag konnte es dann vorkommen, dass es «ausverkauft» hiess, bei den tibetischen Momos beispielsweise. Auch am Stand «Greek Taste» war zu vernehmen, dass man mit weniger Besuchern gerechnet hatte und deshalb Gyros und Haloumi bald schon alle seien.