Nett oder ärgerlich: hallowil.ch hat die Community gefragt, was sie davon hält, dass manche Menschen Möbel und andere Dinge an den Strassenrand stellen, damit sie von anderen Menschen mitgenommen werden. Einige sagen, man sei nur zu bequem, um sich selbst um die Entsorgung zu kümmern. Andere sagen, es sei eine nette Geste, immerhin könne man einige Dinge noch gebrauchen.

Die Leser-Umfrage zeigt: Die Meinungen sind in der Community einigermassen ausgeglichen. Gut ein Drittel der Stimmen sagt, es sei grundsätzlich nett gemeint, wenn man etwas an den Strassenrand stellt, ein knappes weiteres Drittel hält Möbel & Co. am Strassenrand für ärgerlich und das letzte Drittel ist unschlüssig und sagt: «Es kommt darauf an.»

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Insgesamt gingen 245 Stimmen ein: 80 sagen, es sei nett gemeint, 71 sagen, es sei ärgerlich und 94 sagen, es hängt davon ab, was an den Strassenrand gestellt wird. (Screenshot: Janine Meyer)

Reporterkollege Dimitrij Kapitelman und Illustrator Peti Wiskemann haben für das Reportagen-Magazin auch darüber geschrieben. Entstanden ist die Reportage «Glück aus dem Karton»

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So hat hallowil.ch bisher berichtet (8.8.21)

Am Strassenrand: «gratis zum Mitnehmen» ist Ärgernis – und strafbar

Bücher, Geschirr und Möbel: Viele Dinge werden an den Strassenrand gestellt und mit dem Hinweis «gratis zum Mitnehmen» versehen. Das mag nett gemeint sein, kann aber schnell zum Ärgernis und gar strafbar werden. Mit Umfrage: Was sagen unsere Leser dazu?

Seit einigen Wochen häufen sich die Vorfälle, schreibt die Gemeinde Bettwiesen in einer Mitteilung: «Möbel wie Stühle, Tische, Sofas, etc. werden an die Hauptstrasse gestellt, gratis zum Mitnehmen.» Was vielleicht nett gemeint sei, sei allerdings ein Ärgernis. Denn meist stünden die Möbel tagelang an der Strasse und müssten am Ende von Anwohnern oder der Gemeinde entsorgt werden. Es sei denn auch strafbar, denn dabei handele es sich um «illegale Abfallentsorgung», wie die Gemeinde in der Mitteilung festhält. Gemäss kantonalem Abfallgesetz könne dies zur Anzeige gebracht und mit einer Busse bestraft werden.

Was tun mit ausgedienten Möbeln?

Es gibt denn auch andere Möglichkeiten, ausgediente und unbeschädigte Möbel loszuwerden: So gibt es verschiedene Online-Plattformen, über die Möbel verkauft oder verschenkt werden könnten. Zudem könne man entsprechend frankierte Möbel als Grobsperrgut (bis 35kg pro Möbelstück) in jeder Kehrrichtabfuhr bereit legen. Zudem können Möbel auch direkt im RAZ Bazenheid angeliefert werden.

In Bettwiesen sei das Problem inzwischen behoben. Man habe die umliegenden Einwohnerinnen und Einwohner angeschrieben, seither seien keine Möbel mehr an der Strasse entsorgt respektive «angeboten» worden, wie die Gemeinde auf Anfrage von hallowil.ch informiert.